+
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mortler, will den Cannabis-Konsum für Schwerkranke zur Kassenleistung machen. Foto: Oliver Berg

Ihr Nein zurückgenommen

Hasselfeldt sagt doch Ja zu Cannabis für Schwerkranke

Berlin - Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, hat ihr Nein zum Cannabis-Konsum für Schwerkranke revidiert.

Grundsätzlich sei sie für das Verbot der Cannabis- Einnahme - zur Behandlung von Schmerzpatienten sei dies aber doch überlegenswert, sagte Hasselfeldt am Dienstag in Berlin.

Sie hatte sich zuvor strikt dagegen ausgesprochen. Nun sagte sie, in manchen Fällen sei die Droge geeignet, die Lage der Betroffenen zu verbessern. Sie habe ihre Meinung geändert. Ob Cannabis für Schwerkranke zur Kassenleistung gemacht werden sollte - wie es die Drogenbeauftragte der Regierung, Marlene Mortler (CSU), vorschlägt -, müssten zunächst die Fachgremien bewerten, sagte Hasselfeldt.

Chronisch kranke Schmerzpatienten, die Cannabis zur Linderung brauchen, können aufgrund der geltenden Gesetzeslage ins Visier von Ermittlern geraten. Die Cannabis-Präparate in den Apotheken sind teuer. Die Kosten werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. In Deutschland ist der Anbau und Besitz von Hanf illegal. Mortler sagte der "Welt": "Mein Ziel ist, dass in Zukunft mehr Menschen als bisher Cannabis als Medizin bekommen können." Noch 2015 solle ein Gesetz dazu vorgelegt werden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kein Fortschritt für inhaftierte Deutsche in der Türkei
Mehrere Deutsche sind in der Türkei in Haft. Die Botschaft kümmert sich um sie. Doch ein grundsätzlicher Fortschritt ist nicht in Sicht.
Kein Fortschritt für inhaftierte Deutsche in der Türkei
Verdächtiger gesteht größere Anschlagspläne in Barcelona
Auch die weltberühmte Basilika Sagrada Familia und weitere Gebäude Barcelonas sollten in die Luft gejagt werden. Das habe der 21-jährige Mohamed Houli Chemlal nach …
Verdächtiger gesteht größere Anschlagspläne in Barcelona
Trump will Kampf in Afghanistan verschärfen
Seit fast 16 Jahren kämpfen US-Soldaten in Afghanistan. Die Erfolge sind umstritten. Donald Trump war einst ein scharfer Kritiker des Einsatzes. "Wir werden Terroristen …
Trump will Kampf in Afghanistan verschärfen
Terror-Verdächtiger gesteht: Anschlag sollte viel größer sein
Beide Hauptverdächtige der blutigen Attentate in Katalonien sind tot. Vier mutmaßliche Mitglieder der Terrorzelle mussten vor Gericht erscheinen. Alle Neuigkeiten finden …
Terror-Verdächtiger gesteht: Anschlag sollte viel größer sein

Kommentare