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Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mortler, will den Cannabis-Konsum für Schwerkranke zur Kassenleistung machen. Foto: Oliver Berg

Ihr Nein zurückgenommen

Hasselfeldt sagt doch Ja zu Cannabis für Schwerkranke

Berlin - Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, hat ihr Nein zum Cannabis-Konsum für Schwerkranke revidiert.

Grundsätzlich sei sie für das Verbot der Cannabis- Einnahme - zur Behandlung von Schmerzpatienten sei dies aber doch überlegenswert, sagte Hasselfeldt am Dienstag in Berlin.

Sie hatte sich zuvor strikt dagegen ausgesprochen. Nun sagte sie, in manchen Fällen sei die Droge geeignet, die Lage der Betroffenen zu verbessern. Sie habe ihre Meinung geändert. Ob Cannabis für Schwerkranke zur Kassenleistung gemacht werden sollte - wie es die Drogenbeauftragte der Regierung, Marlene Mortler (CSU), vorschlägt -, müssten zunächst die Fachgremien bewerten, sagte Hasselfeldt.

Chronisch kranke Schmerzpatienten, die Cannabis zur Linderung brauchen, können aufgrund der geltenden Gesetzeslage ins Visier von Ermittlern geraten. Die Cannabis-Präparate in den Apotheken sind teuer. Die Kosten werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. In Deutschland ist der Anbau und Besitz von Hanf illegal. Mortler sagte der "Welt": "Mein Ziel ist, dass in Zukunft mehr Menschen als bisher Cannabis als Medizin bekommen können." Noch 2015 solle ein Gesetz dazu vorgelegt werden.

dpa

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