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Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt erhält wegen seines Glyphosat-Votums Drohungen.

Nach Glyphosat-Votum

„Drohungen gegen Leib und Leben“: Agrarminister Schmidt nimmt Facebook-Seite vom Netz

Nach seiner umstrittenen Zustimmung zur weiteren Zulassung des Unkrautgifts Glyphosat wird Agrarminister Christian Schmidt bedroht - so sehr, dass er Konsequenzen zieht.

Es sei ein „hohe Anzahl von groben Beleidigungen und auch Drohungen“ in seinem Büro eingegangen, sagte eine Ministeriumssprecherin am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. „Da sich ein großer Teil davon auf seine persönliche Facebook-Seite konzentrierte, wurde die Seite inzwischen vom Netz genommen.“ Als erstes hatte die Bild-Zeitung von den Drohungen berichtet.

Mitarbeiter von Schmidts Wahlkreisbüros sagten dem Blatt (Donnerstag), es lägen „Drohungen gegen Leib und Leben“ gegen den CSU-Politiker und seine Angehörigen vor. Der Minister hatte am Montag gegen Absprachen in der geschäftsführenden Bundesregierung und den Willen der SPD in Brüssel für die verlängerte Zulassung des Unkrautgiftes Glyphosat gestimmt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht darin einen Verstoß gegen die Geschäftsordnung der Bundesregierung.

Mehrheit will Rücktritt des Ministers

Der Rückhalt für Schmidt in der Bevölkerung ist gering. Nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Online-Portale der Funke Mediengruppe sprachen sich bis zum späten Mittwochnachmittag 75 Prozent der Befragten für einen Rücktritt Schmidts aus. Demnach sagen 63,8 Prozent, der Minister müsse „eindeutig zurücktreten“. Weitere 13,9 Prozent sind der Meinung, Schmidt müsse „eher zurücktreten“.

Der bayerische Liedermacher Hans Söllner bezeichnet Christian Schmidt als „Verbrecher gegen die Menschheit“, wie merkur.de* berichtet - und wählt noch härtere Worte, um seinen Zorn Ausdruck zu verleihen.

dpa

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