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„Dugina ist nur die Erste“: Ukraine sagt Anschläge in Russland durch Putins Geheimdienst voraus

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Von: Richard Strobl

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Der russische Präsident Wladimir Putin (r) nimmt an der Kranzniederlegung am Grab des Unbekannten Soldaten teil. (Archiv)
Der russische Präsident Wladimir Putin (r) nimmt an der Kranzniederlegung am Grab des Unbekannten Soldaten teil. (Archiv) © Alexander Zemlianichenko/dpa

Plant der FSB Anschläge in Russland? Das berichtet jetzt der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine.

Moskau - Terroranschläge auf eigenem Staatsgebiet, um die Bevölkerung Russlands wieder auf Linie zu bekommen? Dieses extreme Szenario prophezeit nun der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine für die kommenden Tage in Russland.

„Es wird erwartet, dass der FSB eine Reihe von Terroranschlägen in russischen Städten mit Massenopfern unter der Zivilbevölkerung organisiert“, schreibt Oleksiy Danilov am Dienstag (23. August) via Twitter. Den tödlichen Anschlag auf die kremlnahe Befürworterin des Ukraine-Kriegs Darja Dugina bezeichnet er nur als den Anfang: „Dugina ist die erste in dieser Serie“.

Ukraine prophezeit Anschlagsserie in Russland - verübt durch den FSB

Doch warum sollte der russische Geheimdienst FSB im eigenen Land Anschläge verüben? Auch darauf gibt Danilov eine Antwort: „In Russland sinkt die Unterstützung für den Krieg. Der Kreml braucht die öffentliche Mobilisierung.“

Damit nimmt er Bezug auf die Probleme Russlands neue Soldaten zu rekrutieren. Zuletzt gab es vermehrt Berichte, dass Wladimir Putin zu immer drastischeren Mitteln greift, um neue Rekruten zu gewinnen. Nachdem potenziellen Ukraine-Soldaten von Russland zunächst extrem hohe Gehälter versprochen wurden, soll man zuletzt sogar dazu übergegangen sein, in Gefängnissen für den Ukraine-Krieg zu rekrutieren.

Video: Russische Gruppe bekennt sich zu Bombenanschlag

Neue Anschläge in Russland? Experten sehen Putin hinter Dugina-Mord

Doch geht Wladimir Putin wirklich so weit und verübt Anschläge auf russischem Boden? Zumindest vermuten mittlerweile auch Fachleute den russischen Machthaber hinter dem Anschlag auf Darja Dugina. Der Historiker Historiker Juri Felschtinski ordnet ihren Tod etwa gegenüber dem Portal Daily Beast in eine Reihe von mysteriösen Todesfällen russischer Oligarchen in den vergangenen Monaten ein. Der Osteuropaexperte und ehemalige Leiter des Kiewer Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, Sergey Sumlenny hält dagegen einen internen Machtkampf im Kreml für wahrscheinlich. Diesem sei Dugina letztlich zum Opfer gefallen.

Gegenüber t-Online stellte er etwa die Frage, warum die Ukraine mit Dugina - oder falls der Anschlag eigentlich ihn treffen sollte, ihrem Vater – eine vermeintlich unwichtige Figur in Putins System in einer vom FSB wohl gut überwachten Gegend unter höchstem Risiko hätte angreifen sollen.

Russland macht für das Attentat ukrainische Geheimdienste verantwortlich. Kiew weist jegliche Beteiligung zurück. (rjs)

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