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Dunja Hayali suchte auf einer AfD-Demo in Erfurt den Dialog.

Ein Jahr nach Aufreger-Beitrag

Dunja Hayali besucht AfD-Demo - und zieht überraschendes Fazit

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Erfurt - Dunja Hayali hat es nach einem Jahr nochmal getan: Sie interviewte AfD-Anhänger auf einer Demo in Erfurt, um zu erfahren, was sie antreibt. Ihr Resümee ist überraschend.

ZDF-Moderatorin Dunja Hayali hat am Mittwoch eine AfD-Kundgebung in Erfurt besucht und AfD-Demonstranten interviewt. Dies tat sie schon vor genau einem Jahr. Damals schlug ihr viel Aggression entgegen, manche Äußerungen machten sie sprachlos. Auch im Nachhinein erntete die Journalistin viele „Lügenpresse“-Vorwürfe, sodass das ZDF schließlich das ungekürzte Filmmaterial online stellte.

Ein Jahr später suchte Dunja Hayali wieder den Dialog. Am Mittwochabend geht sie zu einer AfD-Demo vor dem Erfurter Landtag. Weit weniger Demonstranten als vor einem Jahr sind diesmal dabei - 1400 anstatt 4000. Und: Dunja Hayali zieht danach ein positives Fazit. Zwar sei es immer noch nicht einfach, als Pressevertreterin auf einer AfD-Demo mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, aber „die, die dann mit uns geredet haben, haben doch in Teilen eine sehr differenzierte Meinung geäußert. Es waren ganz gute Gespräche und ich habe wieder was mitgenommen.“

AfD-Anhänger äußern vielerlei Ängste

In den Interviews äußern die AfD-Anhänger vielerlei Ängste: Angst vor dem islamistischen Terrorismus, Angst vor Überfremdung, Angst davor, „dass meine Frau irgendwann durch die Burka guckt“. Auch Sorgen, dass der Wille des Volks von der Politik ignoriert werde und Politiker sich nicht für die Probleme der Menschen interessieren, kommen zur Sprache.

Dunja Hayali spricht diesmal nicht nur mit Demonstranten, sondern auch mit Menschen, die gegen die Ansichten der AfD kämpfen. Der Leiter des katholischen Büros Erfurt rechtfertigt die Entscheidung vor einem Jahr, die Lichter des Doms abzuschalten, weil die AfDler sich davor versammelt hatten. „Ja, wir bleiben dabei“, sagt er, auch wenn es danach auch Kritik von Katholiken gegeben habe. Auch der Vertreter einer muslimischen Gemeinde, der für den Bau einer Moschee wirbt, kommt zu Wort: Er erlebe Hitler-Grüße, Beleidigungen und Angriffe, berichtet er.

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