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Dunja Hayali hat auf Facebook zur Debatte um die Entscheidung der Essener Tafel Stellung bezogen.

„Deutsche gegen Ausländer ausgespielt“

Emotionaler Post: Hayali kritisiert Entscheidung der Essener Tafel

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Die Essener Tafel will Lebensmittel nur noch an deutsche Bürger ausgeben. In einem emotionalen Post nimmt Journalistin Dunja Hayali dazu Stellung.

Essen - Seit dem 10. Januar 2018 vergibt die Essener Tafel ihre Berechtigungskarten für kostenlose Lebensmittel vorübergehend nur noch an Bürger mit deutschem Ausweis. Gerade ältere Nutzerinnen sowie alleinerziehende Mütter hätten sich von den vielen fremdsprachigen jungen Männern in der Warteschlange abgeschreckt gefühlt, hatte der Vorsitzende der Einrichtung, Jörg Sartor, berichtet.

Nach Bekanntgabe des „Aufnahmestopps“ sieht sich die Hilfsorganisation heftigem Gegenwind ausgesetzt, Sartor erwägt nun seinen Rückzug. Auch die Journalistin Dunja Hayali hat die kontroverse Entscheidung nun in einem emotionalen Facebook-Post kommentiert.

„Hunger Games am unteren Ende der Gesellschaft“

„Die Essener Tafel hat die denkbar schlechteste Möglichkeit gewählt, ein Problem zu lösen“, schreibt die ZDF-Moderatorin auf ihrer öffentlichen Seite. Hayali spricht von „Hunger Games am unteren Ende der Gesellschaft“, bei denen „Deutsche gegen Ausländer ausgespielt“ würden.

Dass die Einrichtung in der Nacht zu Sonntag mit „Fuck Nazis“-Sprüchen beschmiert wurde, dürfe demnach nicht verwundern. Die Botschaft, die mit der umstrittenen Entscheidung weltweit verbreitet werde, laute „Germans First“.

Hayali nimmt Staatsapparat in die Pflicht

Gleichwohl wehrt sich Hayali dagegen, die Mitarbeiter der Essener Tafel unter einen generellen Rassismusverdacht zu stellen. In erster Linie seien das keine ausgebildeten Sozialarbeiter, sondern Menschen, „die praktisch und unbürokratisch denjenigen helfen, die es bitter nötig haben“. Für dieses Engagement sei die Gesellschaft zu Dank verpflichtet.

Die ganze Last der Flüchtlingshilfe auf die Tafeln abzuwälzen sei grundsätzlich falsch, so die ZDF-Moderatorin. „Die Bekämpfung von Armut und die Sicherung des Existenzminimums ist grundsätzlich Aufgabe des Staates und nicht der Zivilgesellschaft“, nimmt Hayali die Politik in die Pflicht.

Plädoyer für Punktesysteme

Wie man dem offensichtlich bestehenden Problem in den Tafeln auf anderer Weise begegnen könnte, thematisiert die 43-Jährige in ihrem Post ebenso. Häufigere Öffnungszeiten, Losverfahren und Punktesysteme werden von der Journalistin als Lösungsvorschläge genannt.

Nicht zum ersten Mal hat sich die gesellschaftspolitisch engagierte Hayali auf ihrer Facebook-Seite zu einem kontroversen Thema geäußert. Auch die Diskussion um Hass-Kommentare im Internet war ihr einen emotionalen Post wert.

lks

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