+
Die Durchsuchung erfolgte offenbar auf Bitte der Athener Staatsanwaltschaft. Foto: Nicolas Armer/Archiv

Durchsuchung bei Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann

München (dpa) - Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung hat die Münchner Staatsanwaltschaft Räume des Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) durchsucht. Mit der Aktion am Donnerstag seien Beschlüsse des Amtsgerichts vollzogen worden, erklärte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch.

Nähere Angaben lehnte er unter Hinweis auf das Steuergeheimnis ab. Nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR wurde KMW wegen des Verdachts von Schmiergeldzahlungen beim Verkauf des Leopard-2-Panzers an Griechenland durchsucht.

Die Durchsuchung sei auch auf Bitte der Athener Staatsanwaltschaft erfolgt, die wegen Bestechung und Geldwäsche ermittle. Die Athener Justiz untersuche, ob sich staatliche Rüstungseinkäufer und Militärs in Griechenland beim Kauf von Leopard-2-Panzern und von Panzerhaubitzen PzH 2000 hätten schmieren lassen.

KMW äußerte sich auf Anfrage am Freitagabend zunächst nicht.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Merkel will bei Trump Stimmung im Handelsstreit verbessern
Angela Merkel reist zu US-Präsident Donald Trump - in einem höchst angespannten Umfeld. Das deutsch-amerikanische Verhältnis ist schlecht. Es geht um Zölle und den …
Merkel will bei Trump Stimmung im Handelsstreit verbessern
Korea-Gipfel: Ringen um nukleare Abrüstung und Frieden
Vor wenigen Monaten drohte noch der Ausbruch eines Kriegs wegen des Atomkonflikts mit Nordkorea. Am Freitag reden Machthaber Kim und Südkoreas Präsident Moon erstmals …
Korea-Gipfel: Ringen um nukleare Abrüstung und Frieden
Altmaier-Vorschlag zum Ökostrom verärgert SPD und Umweltschützer
Deutschland hinkt den eigenen Klimaschutz-Plänen hinterher. Um guten Willen zu zeigen, hat die GroKo einen Extra-Ausbau von Wind- und Sonnenkraft angekündigt. Doch die …
Altmaier-Vorschlag zum Ökostrom verärgert SPD und Umweltschützer
Verteidiger fordern für Zschäpe maximal zehn Jahre Haft
Drei Tage haben Beate Zschäpes Verteidiger plädiert. Sie fordern zwar eine lange Haftstrafe für ihre Mandantin - aber nicht wegen Mordes.
Verteidiger fordern für Zschäpe maximal zehn Jahre Haft

Kommentare