Westafrika nicht isolieren

Ebola: WHO lehnt Flug- und Reiseverbote ab

Genf - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einer Isolation der von Ebola betroffenen Länder in Westafrika gewarnt.

Generelle Flug- und Reiseverbote hätten nachteilige wirtschaftliche Folgen und führten letztlich dazu, dass der Kampf gegen die Seuche behindert werde, hieß es in einer WHO-Mitteilung vom Montag. Das könne möglicherweise zu einer weiteren Ausbreitung führen.

An die betroffenen Länder appellierte die WHO, Kranke ordnungsgemäß zu isolieren. Sollte man bestimmte Bevölkerungsgruppen unter Quarantäne stellen, müssten die Menschen umfassend darüber informiert werden. Zudem müsse sichergestellt sein, dass den Betroffenen alle notwendigen Güter - besonders Essen und Trinken - zur Verfügung stünden.

Die Mitglieder des WHO-Notfall-Komitees für Ebola hoben die Bemühungen der Regierungen in Westafrika gegen die Seuche hervor. Trotzdem bleibe Ebola ein Internationaler Gesundheitsnotfall, hieß es in der Erklärung weiter.

Der WHO waren nach jüngsten Daten vom 14. September 5357 Ebola-Patienten gemeldet worden, 2630 davon waren gestorben. Die Dunkelziffer liegt vermutlich wesentlich höher.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Symbolbild

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kirchen verlieren wieder gut halbe Million Mitglieder
Etwa 55 Prozent der Menschen in Deutschland gehören noch einer der beiden großen christlichen Kirchen an. Die Zahl der Katholiken und Protestanten sinkt kontinuierlich. …
Kirchen verlieren wieder gut halbe Million Mitglieder
BKA-Chef sieht geringe Gefahr durch linke Gefährder
Die größte Terrorgefahr geht in Deutschland dem Bundeskriminalamt zufolge weiter von islamistischen Gefährdern aus. Auch bei Rechtsextremisten bestehe die Gefahr der …
BKA-Chef sieht geringe Gefahr durch linke Gefährder
Polens Präsident stimmt Gespräch mit Gerichtspräsidentin zu
Zehntausende hatten am Donnerstag vor dem Warschauer Präsidentenpalast gegen die geplanten Justizreformen demonstriert. Die EU droht Warschau Sanktionen an. Jetzt ist …
Polens Präsident stimmt Gespräch mit Gerichtspräsidentin zu
Palästinenser frieren Beziehungen zu Israel wegen Tempelberg-Krise ein
Der Streit um den Tempelberg in Jerusalem ist am Freitag heftig eskaliert und hat mindestens drei Menschenleben gefordert. Mehrere Verletzte schweben in Lebensgefahr.
Palästinenser frieren Beziehungen zu Israel wegen Tempelberg-Krise ein

Kommentare