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Edmund Stoiber (l.) und Horst Seehofer waren sich frühzeitig über die Nachfolge auf dem Posten des CSU-Vorsitzes einig.

Übergabe für 2009 geplant

CSU-Vorsitz: Stoiber bestätigt Absprache mit Seehofer

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München - Edmund Stoiber wollte 2009 von seinen Ämtern als CSU-Chef und Bayerischer Ministerpräsident zurücktreten. Über die Nachfolge war er sich mit Horst Seehofer einig - doch dann kam etwas dazwischen.

Eigentlich hatten Edmund Stoiber und Horst Seehofer alles durchgeplant: Der damalige CSU-Vorsitzende und Bayerische Ministerpräsident Stoiber wollte sein Parteiamt 2009 an den "Kronprinzen" Seehofer übergeben.

Diese Übereinkunft, die bislang noch nicht bekannt war, hat das TV-Politikmagazin "Kontrovers" des Bayerischen Rundfunks zu Tage gefördert. "Es war eigentlich zwischen Horst Seehofer und mir abgesprochen, dass ich wohl 2009 nicht mehr zum Parteivorsitzenden kandidieren werde und dass für mich nur Horst Seehofer als Nachfolger in Frage kommt", erklärte Stoiber in der Sendung. Seehofer gibt zu: "So war es besprochen." Für die Zeit nach der Bundestagswahl 2009 hätten er und Stoiber beschlossen, die CSU personell neu zu ordnen und neu aufzustellen.

"Wenn es dabei geblieben wäre, hätten wir uns manchen Kummer und Ärger erspart. Aber die Geschichte ist dann anders verlaufen", so Seehofer bei "Kontrovers" im Rückblick auf den Verlust der absoluten Mehrheit bei der Landtagswahl in Bayern 2008.

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Doch der Taktik der beiden Politiker kam der ungeplante Rückzug Stoibers 2007 dazwischen. Der damalige Bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende musste nach innerparteilicher Kritik und sinkenden Umfragewerten von beiden Ämtern vorzeitig zurücktreten. Erwin Huber wurde September 2007 CSU-Chef, Günther Beckstein kurz danach Regierungschef im Freistaat.

Seehofers Stunde, der 2007 als Landwirtschaftsminister in der Berliner Großen Koaltion tätig war, schlug erst nach der aus Sicht der CSU desaströsen Landtagswahl 2008. Nach dem Verlust der absoluten Mehrheit übernahm er CSU-Vorsitz und das Amt des Ministerpräsidenten in Personalunion.

dh

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