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Der Informant und frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden.

Asyl läuft bald aus

Snowden-Anwälte hoffen auf Begnadigung

Moskau - Edward Snowden muss sich allmählich nach einer neuen Bleibe umsehen. Ende Juli läuft seine Asyl- Aufenthaltsgenehmigung in Russland aus. Snowdens Anwälte hoffen nun auf eine Begnadigung.

Der Informant und frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden sitzt weiter in Russland fest und wartet auf eine neue Entwicklung in seinem Fall. Seine amerikanischen Anwälte hoffen allerdings nach einem Bericht des „Tagesspiegels“ (Samstag) auf eine Begnadigung. „Amnestie ist kein schmutziges Wort“, sagte Ben Wizner von der Menschenrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) dem Blatt in New York. Er wünsche sich zumindest, dass die US-Regierung Snowden eine Brücke in ein Drittland baue, unter Umständen auch Deutschland. Ende Juli läuft Snowdens Asyl- Aufenthaltsgenehmigung in Russland aus.

Auch wenn Snowdens Anwälte die Chancen auf Verlängerung des Asyls in Russland gut einschätzen, hatte der Whistleblower in der Vorwoche in einem Interview des amerikanischen Fernsehens erklärt, er würde am liebsten „nach Hause“ kommen. Allerdings nur, wenn ihn dort ein faires Verfahren erwarte. Die USA betrachten Snowden als Verräter, der die nationale Sicherheit untergraben hat. Ihm droht in den USA lebenslange Haft.

Der einstige Techniker des US-Geheimdienstes NSA hat mit seinen Enthüllungen ein zuvor unvorstellbares Ausmaß an Überwachung bei nahezu jeder Art elektronischer Daten und Kommunikation ans Licht gebracht. Zeitweise sorgten die Enthüllungen für Verärgerung zwischen den USA und ihren europäischen Verbündeten.

dpa

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