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Audi-Chef Rupert Stadler sitzt ebenfalls in Untersuchungshaft.

Gegen Kaution

Ehemaliger Audi-Manager aus U-Haft entlassen

Ein ehemaliger Manager von Audi ist am Dienstag gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Er war im Zuge des Dieselskandals verhaftet worden.

Ingolstadt - Der wegen seiner Verwicklungen im Dieselskandal in Untersuchungshaft sitzende ehemalige Manager von Audi, Wolfgang Hatz, ist am Dienstag gegen Kaution freigekommen. Wie sein Anwalt Peter Gauweiler sagte, musste der 59-Jährige drei Millionen Euro Kaution hinterlegen und seinen Ausweis abgeben. Der Mann war bis zum Bekanntwerden des Dieselskandals Vorstand beim Autobauer Porsche. Zuvor hatte er die Motorenentwicklung bei Audi und im gesamten Volkswagenkonzern verantwortet.

Der ehemalige Manager war seit Ende September wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft und hatte dagegen schon erfolglos Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht eingelegt. Die Ermittler der Staatsanwaltschaft München II werfen ihm unter anderem Betrug beim Verkauf von hunderttausenden Dieselautos mit manipulierter Abgasreinigung auf dem europäischen Markt vor.

Gauweiler betonte, sein Mandant habe die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft stets bestritten. "Es ist aus einer Reihe von Gründen dringend geboten gewesen, dass das Oberlandesgericht den Haftbefehl nun außer Vollzug setzt".

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, darf der Manager Deutschland nicht verlassen und auch keinen Kontakt zu anderen Zeugen oder Beschuldigten aufnehmen. Dazu zählt demnach etwa der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn.

Wegen des Vorwurfs des Betrugs sitzt auch der beurlaubte Audi-Chef Rupert Stadler in Untersuchungshaft. Er war vor gut einer Woche verhaftet worden, weil er Zeugen beeinflusst haben soll.

AFP

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