Einbürgerung nur bei zweifelsfreier Identität

Leipzig - Wer die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen möchte, muss seine Identität zweifelsfrei nachweisen können. Dies entschied das Bundesverwaltungsgericht am Donnerstag in Leipzig.

Der 5. Senat erklärte, die Klärung der Identität sei unabdingbare Voraussetzung, um die deutsche Staatsangehörigkeit erlangen zu können. Zum einen müsse der Bewerber selbst dazu beitragen und entsprechende Dokumente wenn möglich vorlegen, im Zweifelsfall müssten deutsche Gerichte aber auch selbst Ermittlungen anstellen.

Geklagt hatte eine Kurdin, die 1995 als siebenjähriges Kind mit ihrer Familie nach Deutschland gekommen war. 2004 beantragte sie bei der Stadt Hagen ihre Einbürgerung, die dies mit Verweis auf ihre ungeklärte Identität aber ablehnte.

dapd

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