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„Gegenseitiger Respekt“: Armin Laschet (l) und CSU-Chef Horst Seehofer (r).

Einsatz für Laschet geplant

Seehofer wird Wahlkämpfer in Nordrhein-Westfalen

München - Obwohl es zwischen CDU und CSU in der Flüchtlingspolitik häufig klemmt, holt der Chef der NRW-CDU, Armin Laschet, den bayerischen Ministerpräsidenten als Wahlkämpfer an Bord.

CSU-Chef Horst Seehofer plant ein Engagement für die nordrhein-westfälische CDU im Landtagswahlkampf. "Ich habe Herrn Seehofer eingeladen, und er hat zugesagt", sagte der Chef der Landes-CDU, Armin Laschet, der "Rheinischen Post". Die CDU wolle bewusst die Themenfelder von innerer Sicherheit, Bildung und Wirtschaft ansprechen und sich dabei an der "vorbildlichen" Situation in Bayern orientieren.

Laschet zeigte sich nach einem Gespräch mit Seehofer in München "zuversichtlich", dass auch der Konflikt der beiden Schwesterparteien beigelegt und die für Anfang Februar geplante gemeinsame Präsidiumssitzung stattfinden werde. In unruhigen Zeiten seien sich beide Parteien in fast allen Bereich einig, bis hin zur Flüchtlingspolitik.

Laschet spricht von "gegenseitigem Respekt"

"Beide wollen eine Reduzierung der Flüchtlingszahlen, Ordnung ins System bringen, Asyl von Einwanderung trennen und eine Einwanderungsbegrenzung per Gesetz", sagte Laschet. Zum Streit um das Wort "Obergrenze" erklärte Laschet, in "gegenseitigem Respekt" sei es auch denkbar, dass einzelne Punkte unterschiedlich artikuliert würden. Es habe zudem immer ein eigenes Wahlprogramm der CSU gegeben.

In Nordrhein-Westfalen wird am 14. Mai ein neuer Landtag gewählt. In der jüngsten Umfrage des Instituts Emnid für die "Bild am Sonntag" vom vergangenen Wochenende kam die SPD von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf 32 Prozent, die CDU auf 30 Prozent. Es folgten Grüne und AfD mit je zehn, die FDP mit acht und die Linke mit sieben Prozent. Befragt wurden im Dezember und Januar 1070 Wahlberechtigte.

AFP

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