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Trump will Acosta das Wort entziehen. 

„Unverschämte und fürchterliche Person“

Nach irrer Trump-Pressekonferenz: Weißes Haus reagiert mit heftiger Sanktion gegen CNN-Reporter

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Einen Tag nach den Kongress- und Gouverneurswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump mit Medienvertretern angelegt - insbesondere mit einem CNN-Reporter.

Washington - Vor allem attackierte Trump am Mittwoch den CNN-Korrespondenten im Weißen Haus, Jim Acosta, den er als "unverschämte und fürchterliche Person" und "Feind des Volkes" beschimpfte.

Auslöser des Wutanfalls während einer Pressekonferenz waren Fragen Acostas zu Trumps verbalen Angriffen auf die zentralamerikanischen Flüchtlinge, die sich derzeit zu Tausenden auf dem Weg in Richtung USA befinden. Auf die Frage des Journalisten, ob er die Flüchtlingstrecks im Wahlkampf bewusst "verteufelt" habe, reagierte Trump zunächst ausweichend. "Nein, ich möchte, dass sie ins Land kommen. Aber das muss auf legalem Weg geschehen", sagte er.

Trump faucht CNN-Mann an: „Geben Sie das Mikrofon ab!“

Als Acosta dann nachhakte und darauf hinwies, bei den Migranten lasse sich kaum von einer "Invasion" sprechen, platzte dem Präsidenten der Kragen. "Ehrlich gesagt, sollten Sie mich das Land führen lassen. Sie leiten CNN, und wenn Sie gut wären, wären die Einschaltquoten höher", fuhr er den Reporter an. Dieser ließ sich nicht beirren und fragte weiter nach. Daraufhin tat Trump, als würde er gehen und erklärte: "Das reicht, geben Sie das Mikrofon ab".

Noch während eine Mitarbeiterin nach dem Mikrofon griff, versuchte der CNN-Reporter, Trump eine letzte Frage zuzurufen. Daraufhin beschimpfte der Präsident den Korrespondenten als "unverschämte und fürchterliche Person". CNN müsse sich schämen für seine Mitarbeit.

Nächste Attacke gegen NBC-Reporter: „Ich bin auch kein Fan von Ihnen“

Danach bekam auch noch der NBC-Reporter Peter Alexander sein Fett weg, als er Acosta als "gewissenhaften Reporter" in Schutz nahm. "Ich bin auch kein Fan von Ihnen", schimpfte Trump. "Um ehrlich zu sein, gehören Sie nicht gerade zu den Besten".

Acosta wurde jetzt die Akkreditierung für das Weiße Haus entzogen

Das Weiße Haus hat dem von US-Präsident Donald Trump beschimpften CNN-Journalisten Jim Acosta „bis auf Weiteres“ die Akkreditierung entzogen. Die Akkreditierung für das Weiße Haus sei vorerst ausgesetzt, teilte Trumps Sprecherin Sarah Sanders am Mittwoch mit. Das Verhalten gegenüber der Mitarbeiterin wurde nun zum Anlass für den Entzug seiner Akkreditierung genommen. Sanders warf Acosta ein "absolut inakzeptables" Verhalten vor. Trump begrüße "harte Fragen". Man werde aber „nie tolerieren, dass ein Reporter eine junge Frau anfasst, die nur ihren Job als Praktikantin im Weißen Haus machen wollte."

Acosta erklärte auf CNN, er habe die Frau nicht berührt, die Behauptung sei eine Lüge. CNN stellte sich hinter den Reporter: 

„Jim Acosta hat unsere volle Unterstützung“, erklärte der Sender in einer Stellungnahme.

Alle Nachrichten zu den Wahlen in den USA lesen Sie in diesem Ticker. 

mag mit Material von dpa und AFP

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