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Mit einem Nikab verschleiert steht die thüringische AfD-Landtagsabgeordnete Wiebke Muhsal im Landtag in Erfurt.

Sitzung wurde unterbrochen

Eklat im Thüringer Landtag: AfD-Frau erscheint vollverschleiert

Erfurt - Die AfD-Abgeordnete Wiebke Muhsal hat im Thüringer Landtag für Aufregung gesorgt. Zu einer Debatte über Kitas erschien sie vollverschleiert.

Die AfD-Abgeordnete Wiebke Muhsal hat im Thüringer Landtag für einen Eklat gesorgt. Während einer Debatte über Kindertagesstätten betrat sie am Donnerstag in Erfurt vollverschleiert den Plenarsaal. Muhsal erhielt daraufhin einen Ordnungsruf von Landtagspräsident Christian Carius (CDU) und legte ihren Nikab ab. Die Sitzung des Landtags wurde kurzzeitig unterbrochen.

Der Auftritt löste Kritik im Parlament aus. Die SPD-Abgeordnete Birgit Pelke sagte, es sei unwürdig, wie die AfD den Landtag als Bühne missbrauche. Es sage viel über das Politikverständnis der Partei aus, wenn Muhsal als Mitglied des Bildungsausschusses ausgerechnet während einer Debatte über die Kinderbetreuung so auftrete.

Ähnlich äußerte sich auch die Grünen-Abgeordnete Astrid Rothe-Beinlich. Die AfD mache den Landtag zur Showbühne, sagte sie. Die einzigen, die in Thüringen ein Verschleierungsverbot bräuchten, sei die AfD, schrieb Rothe-Beinlich bei Twitter.

Muhsal selbst rechtfertigte ihre Aktion in einer Mitteilung als Protest gegen die Vollverschleierung von Frauen. „Ein Stück Stoff bedeckt nicht nur die Haare und Körperformen einer Frau, sondern auch ihre Gesichtszüge und dadurch ist es der im Stoff gefangenen Frau unmöglich, ihrem Gegenüber von Angesicht zu Angesicht, von Mensch zu Mensch gegenüberzutreten“, erklärte sie.

Ein weiterer AfD-Abgeordneter sorgte für Aufregung: Sebastian Wippel schockte im sächsischen Landtag mit einer Aussage zu den Terror-Opfern in Deutschland. Laut einer aktuellen Umfrage liegt die AfD unterdessen in Mecklenburg-Vorpommern knapp vor der CDU. Am Sonntag wird dort gewählt.

dpa

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