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Eko Fresh: Plötzlich politisch?

Wüste Beschimpfung

Eko Fresh: "Nur ein A...loch wählt die AfD"

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München - Rapper Eko Fresh positioniert sich klar gegen die Alternative für Deutschland. Nun erklärt er seine Politisierung und findet harte Worte.

Die Diskussion um Flüchtlinge, Migration, Hass gegen Asylanten und zweifelhafte Deals mit der Türkei wird kulturell in Deutschland nicht nur von Satirikern und Comedians aufgenommen, sondern auch von der Musikszene. Genauer gesagt von einem Teil der Musiker, die oft schon aufgrund ihrer eigenen Abstammung nur schwer um die Thematik herumkommt. Besonders engagiert zeigt sich hierbei Eko Fresh. Der Rapper hat selbst Migrationshintergrund und bezieht spätestens seit den Vorfällen in der Silvesternacht vor dem Kölner Hauptbahnhof deutlich politisch Stellung.

Seit der mit bürgerlichem Namen Ekrem Bora geborene Kölner mit seinem Song "Domplatten-Massaker" die Übergriffe scharf verurteilte aber auch davor warnte, dass falsche Schlüsse daraus nur Rechtspopulisten helfen würden, hat er sich auf die Alternative für Deutschland eingeschossen. Im Monatstakt haut er seitdem Disstracks gegen die einst aus Eurokritik gegründete Partei heraus. Im März wurde sein Song "AFD=Albtraum für Deutschland!" veröffentlicht und sein jüngstes Werk trägt den Namen "Nur für Dich (Liebeslied für Frauke)".

Eko Fresh: Seine "direkte Message" an die AfD

Das Jugendportal des Spiegel, bento, traf den Rapper nun zum Interview und befragte ihn zu seiner plötzlichen Politisierung. Darin erklärte Bora, dass "in diesem Jahr einfach so viele Dinge passiert sind, die mich als Migrant betrafen." Und die er nicht ausblenden wollte. Gleichzeitig wolle er diese aber abgekoppelt von seinem sonstigen künstlerischen Werk als "direkte Message" zu verstehen wissen.

Direkter als in seinem auf die Abkürzung für die Alternative für Deutschland anspielenden Song kann es ja auch kaum noch werden. Hier ein Auszug: "Ständig hört man euch auf Demos Nazischeiße formulier'n - und in Talkshows wollt ihr euch dann ganz feige distanzier'n. Ihr seid Antidemokraten die das Grundgesetz nicht schätzen."

Doch für den Rapper ist nicht nur die am rechten Rand angelnde Partei ein großes Problem, sondern vor allem ihre Wählerschaft. Für die hat er in seinem Song nur ein verächtliches "Nur ein Arschloch wählt die AfD" übrig.

Eko Fresh will mit Anti-AfD-Songs einen "Denkanstoß liefern"

Im Interview mit bento erklärt er, dass er seine Songs vor allem als "Beitrag zur Debatte" sieht, um politisch weniger interessierten Menschen zumindest einen "Denkanstoß zu liefern". Für ihn liegt das Problem in der deutschen Politik derzeit vor allem darin, dass die "großen Volksparteien, die überhaupt Raum für solche Phrasendrescher wie die AfD schaffen" diesen den linken und rechten Rand überlassen haben. Er fordert deswegen die Union und SPD auf, die Menschen wieder "in die Mitte zurückzuholen. So dass man gar nicht denkt, dass man eine Alternative braucht."

In seinem neuesten Werk, welches von der bekannten Melodie von "I’ll Be Missing You" des US-Rappers Puff Daddy untermalt ist, wendet er sich nun auf ironische Art an die Parteivorsitzende der AfD, Frauke Petry. Der Refrain:"Jedes Flüchtlingsheim - reiß ich für dich ein. Jeder Asylant - wird am Bart verbrannt. Jeder Reisebus - wird vorm Heim bespuckt. Jedes Zugabteil - ist nun kopftuchfrei."

bix

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