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Thomas de Maiziere.

Übergabe am Donnerstag

Emotionaler Abschied für de Maizière - Seehofer übernimmt Innenministerium

Der scheidende Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist mit stehendem Applaus von den Mitarbeitern seines Ministeriums verabschiedet worden.

Berlin - Es habe bei der Verabschiedung am Donnerstag im Innenministerium in Berlin „feuchte Augen“ im Publikum gegeben, hieß es aus Teilnehmerkreisen. „Ich war mit Haut und Haaren Innenminister“, sagte de Maizière (CDU) demnach bei seiner Ansprache. „Es ist jetzt genug.“

Der neue Innenminister, CSU-Chef Horst Seehofer, fand den Informationen nach warme Worte für seinen Vorgänger. „Wenn man eine Person in Deutschland malen müsste, die für Dienst an der Sache und den Menschen steht, dann ist es Thomas de Maizière“, sagte Seehofer demnach. Er habe sich um das Land verdient gemacht. „Veränderungen unternimmt man, um das, was gut ist, zu erhalten.“

Etwa 800 Personen wohnen Abschiedszeremonie bei

Bei der Zeremonie in der Kantine des Innenministeriums seien etwa 800 Personen dabei gewesen, hieß es. Weitere Mitarbeiter hätten den Abschied auf Bildschirmen vor dem Saal und aus Bonn verfolgt, wo ein Teil von ihnen arbeitet.

De Maizière wäre gerne Innenminister geblieben. In den Verhandlungen um die Bildung einer erneuten großen Koalition aus CDU, CSU und SPD ging das Ministerium aber an die CSU, ergänzt um die neuen Kompetenzen Bauen und Heimat. De Maizière bezweifelte kürzlich im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Online) den Sinn der Erweiterung.

Das Ministerium hat 1500 direkte Beschäftigte und 60 000 in nachgeordneten Behörden. Zuständig ist es für Sicherheit, Flüchtlingsintegration, Informationstechnik, Sportförderung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Verfassungsfragen.

dpa

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