Überraschungs-Treffen nach Trump-Absage: Nord- und Südkorea sprechen wieder

Überraschungs-Treffen nach Trump-Absage: Nord- und Südkorea sprechen wieder
+
MM-Redakteur Lorenz von Stackelberg.

Kommentar von Lorenz von Stackelberg

Empörung über Bachmanns Goebbels-Zitat: Keine Unklarheiten

München - Von dem drittklassigen Volkstribun-Imitator Lutz Bachmann geht wohl kaum eine ernstzunehmende Gefahr für die Demokratie aus. Ein Kommentar von Lorenz von Stackelberg.

Pegida-Chef Lutz Bachmann ist offensichtlich des rhetorischen Floretts nicht mächtig, also greift er wahllos zum Holzhammer. Schrille Empörungstiraden, wie sie Noch-SPD-Generalsekretärin Fahimi als Reaktion auf seinen tumben Goebbels-Vergleich produziert („wahnsinniger Faschist“), sind allerdings eher kontraproduktiv.

Natürlich ist es absurd und beleidigend, den Demokraten Maas in Beziehung zum Exponenten eines Unrechtsregimes zu setzen, der die Vernichtung des politischen Gegners und die psychologische Vorbereitung von Krieg und Völkermord betrieb. Dessen ungeachtet kann Bachmann treuherzig darauf verweisen, dass sein Bezug auf Goebbels gerade als starke Distanzierung vom NS-Regime zu verstehen sei, und damit von früheren braun schillernden Verbalinjurien („Gelumpe“) ablenken. Wäre er historisch ein wenig bewandert, könnte er auch noch anfügen, dass kein Geringerer als der allseits verehrte Willy Brandt am 12. Mai 1985 den damaligen CDU-Generalsekretär Heiner Geißler in einen ähnlichen Zusammenhang gestellt hatte.

Lesen Sie hier: 

Bachmann vergleicht Maas mit Goebbels

Goebbels-Vergleich - die Reaktionen im Netz

Das soll nichts entschuldigen, aber den Blick dafür schärfen, dass eine ernstzunehmende Gefahr für die Demokratie wohl kaum von dem drittklassigen Volkstribun-Imitator Bachmann ausgeht. Polizei, Justiz und Verfassungsschutz mögen sich mit ihm befassen; gleichwohl sollte man ihm für seine Drastik dankbar sein: weil sie niemanden darüber im Unklaren läßt, hinter wem er sich einreiht. Die etablierte Politik wiederum sollte ihre verbalen Eiertänze um „Einreisezentren“ und „Transitzonen“ schnellstmöglich beenden und nicht in den Fehler verfallen, ausgiebige Empörungsbäder mit Handeln zu verwechseln.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Südkoreas Präsident trifft überraschend Kim Jong Un
Der Gipfel an der innerkoreanischen Grenze kam überraschend. Südkoreas Präsident Moon Jae In hat dort zum zweiten Mal den nordkoreanischen Machthaber getroffen.
Südkoreas Präsident trifft überraschend Kim Jong Un
Überraschungs-Treffen nach Trump-Absage: Nord- und Südkorea sprechen wieder
Donald Trump hat den Gipfel mit Kim Jong Un abgesagt - dafür hat sich Nordkoreas Machthaber nun überraschend mit Südkoreas Präsident Moon getroffen.
Überraschungs-Treffen nach Trump-Absage: Nord- und Südkorea sprechen wieder
Kritik an Seehofers geplanten Ankerzentren wächst
Bundesinnenminister Seehofer will mit Ankerzentren und anderen neuen Projekten Schlagzeilen machen. Gerne noch vor der bayerischen Landtagswahl. Doch zur Zeit ist der …
Kritik an Seehofers geplanten Ankerzentren wächst
Kohl gestand angeblich ein: "Blühende Landschaften" waren ein Fehler
"Blühende Landschaften": Ein Versprechen, das in die Geschichtsbücher einging - und sich als Bumerang erwies. Auch Helmut Kohl war die Problematik wohl klar. 
Kohl gestand angeblich ein: "Blühende Landschaften" waren ein Fehler

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.