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Der Protest soll das Wochenende über andauern. Foto: Patrick Pleul

Rund 1500 Braunkohlegegner besetzen Tagebau in Brandenburg

Es war als "Aktion zivilen Ungehorsams" gegen den Abbau von Braunkohle angekündigt. Am Ende des ersten Tages vermelden die Klimaschützer einen vollen Erfolg. Und die Polizei? Wartet zunächst ab.

Welzow (dpa) - Mehr als 1500 Braunkohlegegner haben in Brandenburg den Tagebau Welzow-Süd des Energiekonzerns Vattenfall besetzt. Vier Aktivisten blockierten zudem eine wichtige Kohlebahnstrecke, indem sie sich an eine Betonpyramide auf den Gleisen ketteten.

Polizei und Werkschutz ließen das Protestbündnis "Ende Gelände" größtenteils gewähren. Der Protest über das Pfingstwochenende ist Teil einer weltweiten Aktionsreihe, die sich gegen die klimaschädliche Nutzung fossiler Rohstoffe wie Kohle und Öl richtet.

Die Arbeiten im Tagebau ruhten ab Mittag - "planmäßig", wie Vattenfall-Sprecher Thoralf Schirmer betonte. Der Werkschutz wird den Tagebau nach seinen Worten nicht räumen; man verlasse sich dabei auf die Polizei. Er warnte, je nach Dauer könne die Blockade der Kohlegleise zwischen dem Tagebau Jänschwalde und dem Kraftwerk Schwarze Pumpe die Stromversorgung beeinträchtigen.

Eine Polizeisprecherin sagte, es gebe bislang keine Handhabe, gewaltsam einzugreifen. Eine staatsanwaltliche Prüfung habe ergeben, dass keine Straftatbestände wie Hausfriedensbruch oder Nötigung vorlägen. Schäden seien nicht entstanden. Die zivilrechtlichen Ansprüche Vattenfalls, Eigentum des Unternehmens räumen zu lassen, müssten gegen die Grundrechte der Aktivisten abgewogen werden. Ein gewaltsames Vorgehen hielten die Sicherheitskräfte bislang nicht für gerechtfertigt.

Dem Protestbündnis "Ende Gelände" zufolge hatten sich mehr als 2000 Menschen auf den Weg zur Grube gemacht. Man sei sehr zufrieden über eine "großartige Aktion", teilte eine Sprecherin der Aktivisten mit.

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