Der britische Gesundheitsminister Sajid David verteidigt das fehlende Masketragen konservativer Parteifreunde im Parlament.
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britischer Gesundheitsminister verteidigt fehlendes Masketragen im Parlament

Fehlende Masken im britischen Parlament

Englands Gesundheitsminister verteidigt fehlendes Masketragen konservativer Parteifreunde

Dass im britischen Parlament trotz der Corona-Pandemie fast alle Abgeordneten der regierenden Konservativen Partei keine Masken mehr tragen, hat für scharfe Kritik sowie Spott gesorgt.

London - Nun hat Gesundheitsminister Sajid Javid seine Parteifreunde verteidigt. Sie seien untereinander ja «keine Unbekannten», sagte er am Mittwoch dem Sender Sky News. Deshalb stimme das Verhalten völlig mit dem Rat der Regierung überein. «Wir haben dazu geraten, dass die Leute erwägen, Maske zu tragen, wenn sie an überfüllten Orten mit Unbekannten zusammen sind, mit Leuten, mit denen sie normalerweise keine Zeit verbringen», sagte Javid.

Im britischen Unterhaus gibt es 363 konservative Abgeordnete. Seitdem das Parlament aus der Sommerpause zurück ist, sitzen auch Javid, Premierminister Boris Johnson und alle Minister wieder eng an eng und maskenlos auf den berühmten grünen Bänken des Unterhauses. Zahlreiche Mitglieder der Oppositionsparteien tragen hingegen Mund-Nase-Bedeckungen. Parlamentspräsident Lindsay Hoyle hat wiederholt betont, dass er die Abgeordneten nicht zum Maskentragen zwingen könne. Mitarbeiter und Referenten müssen hingegen Mund und Nase bedecken. (dpa)

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