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Andrew McCabe. 

„Überwältigende“ Unterstützung

Entlassener Ex-FBI-Vizechef sammelt mehr als eine halbe Million Dollar Spenden

Der frühere FBI-Vizechef McCabe hat mehr als eine halbe Million Dollar an Spenden gesammelt - für die Bezahlung seiner Rechtskosten.

Der frühere FBI-Vizechef Andrew McCabe wurde zwei Tage vor seinem Ruhestand entlassen und sammelte nun für die Bezahlung seiner Rechtskosten. Wie eine Sprecherin McCabes am Montag mitteilte, nimmt dessen Kampagne inzwischen keine Spenden mehr an. Die gesteckte Zielsumme von 150.000 Dollar (122.000 Euro) sei inzwischen bereits um mehr als das Dreifache übertroffen worden.

Die Unterstützung, die er empfangen habe, sei "überwältigend", erklärte McCabe. Er wolle mit Hilfe des Geldes ein "talentiertes und mutiges Team" zusammenstellen, um sich gegen die unfaire Art und Weise zu wehren, auf die er behandelt worden sei.

McCabe war Mitte März vom US-Justizministerium entlassen worden. Da dies zwei Tage vor seiner Pensionierung geschah, erwarb er keine vollen Pensionsansprüche.

Das Ministerium rechtfertigte sich bald für die frühzeitige Entlassung

Das Ministerium begründete die Entlassung mit "schlechtem Verhalten". Interne Untersuchungen hätten ergeben, dass der frühere Vizedirektor der Bundespolizei Informationen an die Medien weitergegeben habe und dem Generalinspekteur des Ministeriums gegenüber "mehrfach" nicht vollkommen ehrlich gewesen sei. McCabe wies die Vorwürfe zurück.

Präsident Donald Trump rühmte McCabes Entlassung als "großartigen Tag für die Demokratie". Trump hatte Justizminister Jeff Sessions wiederholt gedrängt, gegen McCabe vorzugehen. Angesichts des Drucks trat McCabe Ende Januar bereits vom Posten des Vizedirektors zurück, blieb aber danach weiter beim FBI beschäftigt.

McCabe ist ein Vertrauter des früheren FBI-Chefs James Comey, den Trump bereits im Mai gefeuert hatte. Der Präsident hatte Comeys Rauswurf damals unter anderem mit den FBI-Ermittlungen zur Russland-Affäre begründet - also zu möglichen illegalen Kontakten des Trump-Teams nach Moskau in der Zeit vor Amtsantritt des Präsidenten.

AFP

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