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Ausflucht oder wahrer Grund? Donald Trump ist angeblich sauer, dass Vorgänger Barack Obama die „vornehmste Botschaft in London für 'Peanuts' verkauft hat“.

Er bleibt der Eröffnung der US-Botschaft fern

Proteste angekündigt: Trump sagt Reise nach London ab

US-Präsident Donald Trump will nicht zur Eröffnung der neuen US-Botschaft nach London reisen. Trump gab seine Entscheidung in der Nacht zum Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter bekannt.

London - Für seinen Besuch in der britischen Hauptstadt waren Massenproteste angekündigt. Gegner Trumps, darunter Politiker der oppositionellen Labour-Partei, begrüßten die Absage. Die britische Regierung hielt an einem geplanten Staatsbesuch des US-Präsidenten fest.

Trump begründete seine Absage mit seiner Unzufriedenheit über den Standort der neuen Botschaft. "Grund, warum ich meine Reise abgesagt habe, ist, dass ich kein großer Fan davon bin, dass die Obama-Regierung die vielleicht am besten gelegene und vornehmste Botschaft in London für 'Peanuts' verkauft hat, nur um eine neue an abgelegener Stelle für 1,2 Milliarden Dollar zu bauen", twitterte Trump mit Blick auf seinen Amtsvorgänger Barack Obama. "Schlechter Deal. Wollten, dass ich Band durchschneide - NEIN!", fügte er hinzu.

Der Labour-Abgeordnete Stephen Doughty schrieb bei Twitter, der eigentliche Grund für Trumps Absage sei, dass Großbritannien "kein großer Fan seines rassistischen, sexistischen, gedankenlosen Verhaltens" sei. "Große Proteste, wenn er käme, um Band zu durchschneiden. Er wollte Behandlung mit rotem Teppich und jubelnder Menge - NEIN!", fügte der Politiker hinzu.

Opposition: Einladung Trumps war ein Fehler

Londons Labour-Bürgermeister Sadiq Khan twitterte: "Viele Londoner haben deutlich gemacht, dass Donald Trump mit seiner spalterischen Agenda hier nicht willkommen ist. Es scheint, die Botschaft ist endlich bei ihm angekommen." Khan ergänzte, es hätte "friedliche Massenproteste" gegeben. Jetzt bestätige sich, was für ein Fehler es von Premierministerin Theresa May gewesen sei, Trump übereilt zu einem Staatsbesuch einzuladen.

Der britische Außenminister Boris Johnson warf dem "Schnösel" Khan - seinem Nachfolger im Bürgermeisteramt - und dem Labour-Chef Jeremy Corbyn vor, die "entscheidende Beziehung" zwischen den USA und Großbritannien zu gefährden. Das werde er nicht zulassen.

Ein Sprecher der Regierungschefin sagte, die Pläne für den Staatsbesuch Trumps hätten sich nicht geändert. Die USA und Großbritannien seien "starke und natürliche Partner", und das gelte immer noch. May hatte erst am Sonntag bekräftigt, dass ein Staatsbesuch nach wie vor vorgesehen sei. "Trump kommt ins Vereinigte Königreich", sagte sie. Ein Datum dafür steht aber weiter nicht fest.

Lesen Sie auch: Trump bestreitet "Drecksloch"-Bemerkung über Länder

AFP

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