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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan.

Nach Zuckerbergs Post an Muslime

Erdogan bedankt sich über Facebook bei Mark Zuckerberg

Istanbul - Damit hatte Mark Zuckerberg wohl nicht gerechnet, als er am Mittwoch bei Facebook ein Statement gegen Hass gegenüber Muslimen postete: Der türkische Staatspräsident hat nun darauf geantwortet.

Der für seine Kritik an sozialen Medien bekannte türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Mark Zuckerberg über Facebook seinen Respekt gezollt. Er wisse die Solidaritätsadresse des Facebook-Gründers an Muslime „hoch zu schätzen“, heißt es auf Erdogans Facebook-Seite.

As I always express on different platforms, Islam is a religion of peace. Murderous networks that abuse Islam for their...

Posted by Recep Tayyip Erdoğan on Donnerstag, 10. Dezember 2015

Zuckerberg hatte geschrieben, er könne nur ahnen, welche Angst Muslime nach den Terrorangriffen von Paris davor haben müssten, für die Taten anderer verantwortlich gemacht zu werden. „Als Facebook-Chef will ich Euch wissen lassen, dass Ihr hier immer willkommen sein werdet.“

I want to add my voice in support of Muslims in our community and around the world.After the Paris attacks and hate...

Posted by Mark Zuckerberg on Mittwoch, 9. Dezember 2015

Erdogan schrieb daraufhin: „Mörderische Netzwerke, die den Islam für ihre eigennützigen Ziele missbrauchen, ermorden jeden Tag Unschuldige, besonders Muslime.“ Er fügte hinzu: „Ein Terrorist kann kein Muslim sein. Ein Muslim kann kein Terrorist sein.“

Im März vergangenen Jahres hatten die türkischen Behörden Twitter und YouTube gesperrt, nachdem dort Korruptionsvorwürfe gegen Personen aus dem Umfeld der Regierungspartei AKP verbreitet worden waren. Das Verfassungsgericht hob die Sperren später wieder auf. Erdogan hatte im Frühjahr vergangenen Jahres - damals noch als Ministerpräsident - gesagt: „Wir können diese Nation nicht YouTube, Facebook oder ähnlichem opfern.“ Später hatte er gedroht: „Twitter und solche Sachen werden wir mit der Wurzel ausreißen.“

dpa

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