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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat erneut für einen Eklat gesorgt. 

Erneuter Eklat

Erdogan beschimpft Europäer als „Enkel des Nationalsozialismus“

Istanbul - Knapp zwei Wochen vor dem Verfassungsreferendum in der Türkei hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan Europa erneut mit Nazi-Beschimpfungen überzogen.

Zugleich rief er seine „Brüder in Europa“ dazu auf, als Vergeltung für angebliche Repressionen dort massenhaft ihre Stimmen abzugeben. „Und ich sage, gebt diesen Enkeln des Nationalsozialismus, die diese faschistischen Repressionen anwenden, mit einem „Ja“ aus den Urnen und mit Gottes Hilfe die entsprechende Antwort“, sagte er am Montag in der Schwarzmeerstadt Rize. Auslandstürken können noch bis zum 9. April wählen.

An die Adresse „mancher Anführer im Westen“ sagte Erdogan: „Ihr werdet das türkische Volk nicht einschüchtern können. Und wie sehr Ihr meine Brüder, die in Europa wählen gehen, auch behindern mögt. Mit Gottes Hilfe werden meine Brüder sogar in Europa die Urnen zum Platzen bringen.“ Er werde nicht zulassen, „dass wegen ein paar europäischer Faschisten und ein paar Unverschämter die Ehre und der Stolz dieses Landes verletzt werden“. Erdogans Familie stammt aus Rize, wo der Präsident und seine AKP eine starke Machtbasis haben.

Bereits zuvor hatte der türkische Staatspräsident für Schlagzeilen gesorgt, indem er die EU als „Kreuzritter-Allianz“ beschimpfte und auch die deutsche Bundeskanzlerin persönlich angriff und ihr Nazi-Methoden vorwarf. 

dpa

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