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Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan besucht am Dienstag die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin. Erdogan hielt dort einen Vortrag zum Thema "Die Türkei, Europa und die Welt im 21. Jahrhundert".

Deutschland-Besuch

Erdogan: Die EU braucht die Türkei

Berlin - Die Europäische Union ist nach Ansicht des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan auf sein Land angewiesen.

Nicht nur die Türkei brauche die EU, sondern auch die EU brauche die Türkei, sagte Erdogan am Dienstag bei einem Vortrag vor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin. Die türkische Wirtschaft sei in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, das nationale Einkommen und die Exporte hätten sich vervielfacht, die Arbeitslosigkeit sei zurückgegangen. Das Land habe fast 77 Millionen Einwohner. Es werde unmöglich sein, das 21. Jahrhundert ohne die Türkei zu gestalten.

Das Land ist seit 1999 EU-Beitrittskandidat. Die Verhandlungen laufen seit 2005, kommen aber nur schleppend voran. Zuletzt hatte das Vorgehen der türkischen Regierung gegen Polizei und Justiz für Kritik der EU gesorgt. Hunderte Polizisten und Staatsanwälte, die wegen Korruptionsvorwürfen gegen regierungsnahe Kreise ermittelt hatten, waren zwangsversetzt worden.

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dpa

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