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Recep Tayyip Erdogan möchte die Todesstrafe wieder einführen.

„Nicht drei, sondern fünf“

Erdogan fordert mehr Kinder von den Türken in Europa

Eskisehir/Canakkale - Noch knapp einen Monat dauert es bis zum Referendum in der Türkei. Präsident Erdogan kämpft für die Verfassungsreform und fordert die Mitbürger zu mehr Kindern auf.

Mehr Kinder! Das forderte der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Eskisehir von den in Europa lebenden Türken. „Macht nicht drei, sondern fünf Kinder, denn Ihr seid die Zukunft Europas“, zitiert die Bild-Zeitung Erdogan bei der Veranstaltung.

Auf diese Weise sollen sie ihren Einfluss in Europa ausweiten. Erdogan: „Das wird die beste Antwort sein, die Ihr auf die Unverschämtheiten, Feindseligkeiten und Ungerechtigkeiten, die man Euch antut, geben könnt.“ Einen Tag später, am Samstag hat er sich erneut für eine Wiedereinführung der Todesstrafe ausgesprochen.

Nur Meinung der türkischen Öffentlichkeit ist wichtig

Er würde dies „ohne Zögern“ unterzeichnen, sagte er am Samstag. Nach dem Referendum über die Einführung eines Präsidialsystems werde sich das Parlament dessen annehmen, sagte Erdogan bei einer Gedenkfeier zum Ersten Weltkrieg im westtürkischen Canakkale.

Er erinnerte an die bei dem gescheiterten Putsch im vergangenen Jahr Getöteten und versicherte deren Familien: „Nach dem 16. April, denke ich dass das Parlament, so Gott will, seinen Teil tun wird hinsichtliche eurer Forderungen zur Todesstrafe.“ Die Meinung Europas sei ihm egal, fügte er hinzu. Es sei nur die Meinung der türkischen Öffentlichkeit wichtig.

Nach dem Putschversuch im Juni 2016 hatte Erdogan mehrfach die Wiedereinführung der Todesstrafe ins Spiel gebracht. Die EU hat deutlich gemacht, dass der Beitrittsprozess der Türkei damit beendet wäre.

dpa/sap

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