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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. 

Umstrittenes Nationalstaats-Gesetz

Erdogan: Israel ist "rassistischster Staat der Welt" - Netanjahu kontert mit heftigen Worten

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Israel als den "faschistischsten der Welt" bezeichnet. Netanjahu kontert, die Türkei entwickle sich zu einer "dunklen Diktatur".

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat nach der heftigen Attacke des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf Israel erklärt, die Türkei entwickle sich zu einer "dunklen Diktatur". Netanjahu sagte am Dienstag, Erdogan massakriere Syrer und Kurden und habe zehntausende seiner Bürger inhaftieren lassen. Dagegen achte Israel "sorgfältig" darauf, dass für alle seine Bürger gleiche Rechte vor dem Gesetz gälten.

Erdogan hatte Israel zuvor wegen dessen umstrittenen Nationalstaatsgesetzes vorgeworfen, dass es der "zionistischste, faschistischste und rassistischste Staat der Welt" sei. "Der Geist Hitlers, der die Welt in eine große Katastrophe geführt hat, ist in einigen der Anführer Israels wiedergekehrt", sagte der türkische Präsident vor den Abgeordneten seiner AKP in Ankara.

Das israelische Parlament hatte vergangene Woche mit knapper Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das Israel als "Nationalstaat des jüdischen Volks" definiert, in dem allein die Juden das Recht auf Selbstbestimmung hätten. Hebräisch wird darin zur alleinigen Nationalsprache erklärt, während Arabisch, das in Israel bisher ebenfalls offizielle Sprache war, nur einen nicht näher definierten Sonderstatus erhält.

afp/dpa

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