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Recep Tayyip Erdogan hat sich negativ zu einer „Schwulen-Quote“ geäußert.

In einer Rede

Erdogan kritisiert "Schwulen-Quote" in türkischem Stadtteilrat

Der türkische Präsident Erdogan hat sich negativ zu einer in seinen Augen zugelassenen „Schwulen-Quote“ in einem Stadtteilrat von Bursa geäußert.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Existenz einer "Schwulen-Quote" in einem Stadtteilrat als Verstoß gegen die Werte der Türkei verurteilt. Der islamisch-konservative Politiker warf der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP) am Donnerstag in einer im Fernsehen übertragenen Rede in Ankara vor, in einer von ihr regierten Stadt bei örtlichen Wahlen eine Quote für Schwule zuzulassen.

"Sie haben sich so weit von den Werten unserer Nation entfernt, dass in einem Viertel einer von der CHP regierten Großstadt eine 1:5-Quote für Schwule bei den Ortskomiteewahlen eingeführt worden ist", sagte Erdogan, der regelmäßig für traditionelle Werte eintritt, sich aber bisher praktisch nie zu Homosexualität geäußert hat. Er warnte, wenn es keine "Mäßigung" mehr gebe in einer Partei, wisse niemand, wo dies endet.

Laut türkischen Medien bezog sich Erdogan wahrscheinlich auf den sogenannten Stadtteilrat (Kent Konseyi) im CHP-regierten Viertel Nilüfer der westtürkischen Großstadt Bursa. Dieser Stadtteilrat hat bei der Wahl eine Quote für Frauen, Behinderte und Angehörige der LGBT-Gemeinde (Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender). Laut seiner Website hat der Rat tatsächlich eine Quote, wonach jeder fünfte Kandidat schwul sein muss.

afp

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