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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan spricht am 27. April in Ankara. Foto: Kayhan Ozer/Presidency Press Service

Bürgerkriegsland Syrien

Erdogan kritisiert US-Unterstützung von kurdischen Milizen

Istanbul (dpa) - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Unterstützung der USA für kurdische Kämpfer im Bürgerkriegsland Syrien erneut kritisiert.

Unter anderem hätten gemeinsame Patrouillen von US-Soldaten mit kurdischen Milizen die Türkei "ernsthaft betrübt", sagte Erdogan auf die Frage von Journalisten vor einer Reise nach Indien am Istanbuler Flughafen Atatürk.

Das Thema werde er bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Mai ansprechen, sagte Erdogan weiter.

US-Soldaten patrouillieren im Norden Syriens gemeinsam mit Verbündeten der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), zu denen die kurdische Miliz YPG gehört. Der Schritt kam nach Luftanschlägen der Türkei auf YPG-Stellungen am Dienstag, bei denen mehr als 20 Menschen getötet wurden.

Ankara sieht in der YPG einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bekämpft sie deshalb. Für den Westen sind die kurdischen Milizen jedoch ein wichtiger Partner im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Jets der internationalen Anti-IS-Koalition unterstützen die von der YPG angeführte Offensive auf die Stadt Al-Rakka, eine Hochburg der Terroristen. Die YPG kontrolliert im Norden Syriens zudem große Teile der Grenze zur Türkei.

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