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Will US-Präsident Trump besuchen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Auslieferung von Gülen soll Thema sein

Erdogan kündigt Treffen mit Trump in Washington an

Ankara/Washington - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat einen Besuch bei seinem US-Kollegen Donald Trump in Washington für Mitte Mai angekündigt.

Er werde direkt nach einem Besuch in China am 15. Mai zu Gesprächen in die USA fliegen, sagte Erdogan in einem Interview mit dem türkischen Auslandssender A-News am Donnerstagabend. Es ist Erdogans erster Besuch in der US-Hauptstadt seit dem Amtsantritt Trumps im Januar.

Erdogan sagte, bei dem Gespräch werde es um die Kooperation in Syrien sowie die Auslieferung des islamischen Predigers Fethullah Gülen gehen, den Ankara für den gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli verantwortlich macht. "Dieser Terroristenführer lebt in einem Land, das ein strategischer Verbündeter ist", sagte Erdogan.

Er zeigte sich aber überzeugt, dass Trump sich in dem Fall anders als sein Vorgänger verhalten werde. Sein Vorgänger Barack Obama hatte im Fall Gülen auf die Unabhängigkeit der US-Justiz verwiesen, die über das türkische Auslieferungsgesuch entscheiden muss. Wegen des Streits um Gülen sowie Obamas Kritik am harten Vorgehen der türkische Regierung gegen ihre Gegner hatte sich das Verhältnis Erdogans zu Obama zuletzt stark verschlechtert. Erdogan hofft nun auf einen Neustart der Beziehungen mit Trump. Die Türkei wolle in Syrien mit den USA gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zusammenarbeiten, sagte Erdogan. Er drang erneut auf eine Kooperation bei der Rückeroberung der IS-Hochburg Raka. Die USA setzten bisher aber auf eine Kooperation mit der kurdischen YPG-Miliz, die die Türkei als syrischen Ableger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) betrachtet.

AFP

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