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Mitglieder der Leibwache des türkischen Präsidenten Erdogan holte den Mann von der Brücke.

Angeblich Suizid verhindert

PR-Aktion? Erdogan lässt sich als Lebensretter feiern

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Ankara - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan soll an der Bosporusbrücke in Istanbul einen Mann davon abgehalten haben, in den Tod zu springen. Viele glauben jedoch an eine inszenierte PR-Aktion.

Mehr als anderthalb Stunden lang habe die Istanbuler Polizei am Freitag versucht, einen Lebensmüden von seinem geplanten Sprung von der 64 Meter hohen Brücke über den Bosporus abzuhalten, berichtete die Nachrichtenagentur Dogan. Dann sei der Konvoi des Staatschefs vorbeigekommen. Bodyguards von Erdogan hätten den schluchzenden Mann zum Präsidenten gebracht, der die Scheibe seines gepanzerten Fahrzeugs herunterließ und den Mann binnen fünf Minuten überzeugte, von seinem Vorhaben abzulassen.

Fotos zeigen, wie Erdogan dem angeblich Lebensmüden die Hand schüttelt. Während des Gesprächs behielt der türkische Präsident durchgehend sein Handy am Ohr. Der Mann habe dem Präsidenten berichtet, dass er gravierende familiäre Probleme habe, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu. Der Anfang 30-Jährige stammt demnach aus Siirt im Südosten der Türkei, wo die Armee gerade eine Großoffensive gegen Kämpfer der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) führt. Die Nachrichtenagentur Dogan verbreitete ein Video, auf dem zu sehen ist, wie der Mann die Hand des Präsidenten küsst. Anschließend sei er in Sicherheit gebracht worden.

"Und der Oscar geht an..."

Unter dem Clip, der auch auf Youtube Verbreitung fand, äußerten Nutzer der Videoplattform ihren Zweifel an dem Wahrheitsgehalt der Nachricht. "Als nächstes läuft Erdogan noch übers Wasser", schrieb einer sarkastisch. "Was für ein Witz! Die Türken sind nicht so blöd, dass sie darauf hereinfallen." Ein anderer witzelte: "Und der Oscar geht an..." Ein dritter findet es verdächtig, dass bei dem angeblich zufälligen Treffen ein professionelles Video und Fotos entstanden. 

AFP/hn

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