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Präsident Erdogan hat einen Vorschlag gemacht, wie sich die Türken in Europa verhalten sollen.

Bei Wahlkampfauftritt

Erdogan: So sollen sich Europas Türken verhalten

Istanbul - Im Streit mit der EU hat der türkische Präsident Erdogan jetzt einen interessanten Vorschlag gemacht, wie sich die Türken in Europa verhalten sollen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Türken in Europa aufgerufen, "fünf Kinder" zu kriegen. "Schickt Eure Kinder auf die besten Schulen, lebt mit Euren Familien in den besten Vierteln, fahrt die besten Autos, lebt in den besten Häusern", sagte Erdogan am Freitag bei einem Wahlkampfauftritt im westtürkischen Eskisehir. "Habt fünf Kinder, nicht drei. Ihr seid Europas Zukunft."

Dies sei die "beste Antwort" auf die "Unhöflichkeit" und "Feindschaft", die ihnen entgegengebracht werde, sagte der türkische Präsident. Der Vater von vier Kindern hatte in der Vergangenheit die türkischen Frauen bereits aufgerufen, mindestens drei Kinder zu haben, was bei Frauenrechtsaktivistinnen auf scharfe Kritik gestoßen war.

Vor dem Referendum über eine Verfassungsänderung zur Stärkung von Erdogans Macht sind die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU an einem Tiefpunkt angelangt. Erdogan wirft den Europäern vor, Türken und andere Muslime zu diskriminieren. Im Streit um türkische Wahlkampfauftritte in Deutschland und den Niederlanden sprach er von "Nazi-Methoden" und warnte vor einer Rückkehr des Faschismus.

In seiner Rede kritisierte Erdogan auch erneut das Urteil des Europäischen Gerichtshofs, wonach Arbeitgeber religiöse Symbole wie das Kopftuch am Arbeitsplatz verbieten dürfen. Erdogan hatte Europa deshalb bereits vorgeworfen, einen "Kreuzzug" gegen den Islam zu führen. Nun warf er dem Gericht Doppelstandards vor, da es nicht auch die jüdische Kippa verbiete. Allerdings betrifft das Urteil alle religiösen Symbole.

afp

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