Geiselnahme in Köln: Verwirrung um angebliche Schüsse am Hauptbahnhof

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Nach dem Putschversuch im Juli 2016 hatte der türkische Präsident Erdogan den Ausnahmezustand verhängt, der bis heute andauert. Foto: Presidential Press Service/AP

Nach Türkei-Wahlen am 24. Juni

Erdogan stellt Ende des Ausnahmezustands in Aussicht

Fast zwei Jahre gilt in der Türkei bereits der Ausnahmezustand. Jetzt kündigt Präsident Erdogan ein mögliches Ende an - allerdings erst nach der Wahl, die ihm eine noch größere Machtfülle bescheren könnte.

Istanbul (dpa) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat ein Ende des seit Sommer 2016 geltenden Ausnahmezustands nach den Wahlen in gut zwei Wochen in Aussicht gestellt.

"Nach den Wahlen werden wir (die Gesetzgebung dazu) auf den Tisch legen und überprüfen", sagte Erdogan in einem Fernsehinterview am Donnerstagabend. Es könne passieren, dass der Ausnahmezustand aufgehoben werde. Diese Dinge dürften nicht zu lange aufgeschoben werden. Vielmehr müssten sie schnell erledigt werden.

Am 24. Juni finden in der Türkei vorgezogene Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Erdogan, der seit dem Putschversuch vor fast zwei Jahren rigoros gegen Kritiker vorgeht, strebt eine Wiederwahl an.

Nach dem Putschversuch im Juli 2016 hatte Erdogan den Ausnahmezustand verhängt, der bis heute andauert. Seitdem wurden mehr als 50.000 Menschen inhaftiert. Mehr als 150.000 Staatsbedienstete wurden suspendiert oder entlassen. Die türkische Regierung macht den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch aus Teilen des Militärs verantwortlich. Gülen weist das zurück.

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