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MM-Redakteur Til Huber.

Kommentar

Erdverkabelung der „Monstertrassen“: Befriedung und ihr Preis

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Mehr als 30 Milliarden Euro für Kabel quer durchs Land: Die Summe, die für die geplanten Stromautobahnen im Raum steht, wirkt bombastisch. Die Verlegung der „Monstertrassen“ unter die Erde führt zu Monsterpreisen. Kann das richtig sein? Ein Kommentar.

Um die Frage zu beantworten, sollte man sich noch einmal an die Zustände vor drei Jahren erinnern. Wütende Bürger drohten ihren Protest gegen die Leitungen zu einem zweiten Wackersdorf zu machen. Bürgermeister feilten an Gegenstrategien. Das Projekt, das die Bundesregierung als unerlässlich für die künftige Energieversorgung sieht, drohte in Blockaden und Gerichtsprozessen stecken zu bleiben. Erst die Aussicht auf Erdverkabelung gab der Sache wieder eine verlässliche Perspektive.

In der Tat: Die Sache wird teuer. Vielleicht noch teurer und vor allem völlig unkalkulierbar wäre aber eine Konfrontation mit der betroffenen Bevölkerung gewesen. Langfristig zahlt es sich aus, bei einem derart fundamentalen Projekt die Menschen mitzunehmen. Allerdings muss auch dabei Maß und Ziel gewahrt bleiben. Landwirte verlangen schon eine Maut für die Durchleitung unter ihren Flächen. Ob solche Forderungen noch berechtigt sind, muss man ernsthaft hinterfragen.

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