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Politik-Redakteur Mike Schier.

Kommentar

Ergebnis der Grünen-Urwahl: Flügellahmes Realo-Duo

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München - Das frischgewählte Duo Göring-Eckhardt und Özdemir muss sich schon vor dem Wahlkampf zwei Herausforderungen stellen: Der politischen Stimmung und dem eigenen linken Flügel.

Die Auszählung kommt genau zum rechten Zeitpunkt: Eben sind die Grünen nach der unseligen „Nafri“- und Polizeidebatte in einer Umfrage auf miserable 8,5 Prozent gefallen, da kann sich die Partei mit ihrer Urwahl profilieren. Wo in der SPD die (ehemaligen?) Männerfreunde Sigmar Gabriel und Martin Schulz im Hinterzimmer vor sich hin zaudern, wurde bei den Grünen der Spitzenkandidat mit offenem Visier ausgefochten. Am Ende gewann Cem Özdemir mit hauchdünnem Vorsprung – und erstaunlich wenig persönlichen Verwerfungen.

„Basis ist Boss“ lautete das Urwahl-Motto. Und der Boss hat eine klare Richtungsentscheidung vorgegeben: hin zur Mitte, mit Präferenz für ein schwarz-grünes Experiment, falls das Wahlergebnis im Herbst so etwas hergibt. Zugleich war beim ersten Auftritt zu beobachten, wie rührend sich das Realo-Spitzenduo um den frustrierten linken Parteiflügel bemühte, so als seien Katrin Göring-Eckardt und Özdemir schon immer Öko-Vorreiter gewesen.

Tatsächlich wartet auf beide ein schwieriger Balanceakt: Hier die politische Gesamtstimmung, die den Grünen eine gehörige Portion Realitätssinn abverlangt. Und dort die linke Basis, die, wenn auch stark gerupft, im Wahlkampf gebraucht wird. Das Spitzenduo wird dabei auch auf Toni Hofreiter zählen. Den hat der Boss mit seinen 26 Prozent politisch gerade noch überleben lassen.

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