Krise in der Ukraine

EU erkennt "angebliche Referenden" nicht an

Brüssel - Die Europäische Union erkennt die Referenden prorussischer Separatisten in der Ostukraine über eine Abspaltung nicht an. Die "angeblichen" Volksabstimmungen seien illegal "und wir erkennen ihre Ergebnisse nicht an."

Das erklärte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton am Sonntag. Die Organisatoren der Referenden seien nicht demokratisch legitimiert, und ihre Organisation widerspreche den Zielen der "gemeinsamen Genfer Erklärung" zur Deeskalation in der Ukraine.

Die Bewohner der jüngst proklamierten "Volksrepubliken" Donezk und Lugansk waren am Sonntag aufgerufen, über die Unabhängigkeit von Kiew abzustimmen. Das Referendum fand allerdings nur in 14 Städten oder Orten unter Kontrolle der Rebellen statt, in denen weniger als die Hälfte der gut sieben Millionen Menschen in den Regionen Donezk und Lugansk lebt. Die Organisatoren gaben für Donezk am Nachmittag eine Beteiligung von etwa 70 Prozent und für Lugansk von mehr als 75 Prozent an. Beobachter waren allerdings nicht vor Or. Erste Ergebnisse werden in der Nacht zum Montag erwartet.

afp

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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