Haftbefehl gegen NSU-Helfer Ralf Wohlleben aufgehoben

Haftbefehl gegen NSU-Helfer Ralf Wohlleben aufgehoben
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Beschädigte Buddha-Figur am Erawan-Schrein in Bangkok. Foto: Narong Sangnak

Belohnung ausgeschrieben

Bangkok-Anschlag: Verdächtiger gefasst

Bangkok - Die thailändische Polizei kommt bei den Ermittlungen zu den Bombenanschlägen in Bangkok mit 20 Toten nach offiziellen Angaben gut voran. Regierungssprecher Winthai Suvaree wollte aber keine Einzelheiten nennen.

Die Polizei schrieb eine Belohnung von einer Million Baht (gut 25 000 Euro) für Hinweise zur Ergreifung des Hauptverdächtigen aus. Überwachungskameras hatten am Tatort einen Mann gefilmt, der dort kurz vor der Detonation einen Rucksack deponierte und fortging. Ein Mann, der dem Verdächtigen ähnlich sah, war am Dienstagabend am Flughafen gefasst worden. Er wurde aber nach Polizeiangaben wieder freigelassen.

Bei dem schwersten je in Bangkok verübten Anschlag war am Montagabend an einer belebten Kreuzung ein Sprengsatz detoniert. Die Bombe war auf dem Gelände eines Schreins versteckt, an dem sich immer Dutzende Besucher aufhalten. Unter den Toten waren zahlreiche Ausländer.

Einen Tag später schleuderte ein Unbekannter nach Polizeiangaben eine zweite Bombe, die aber ihr Ziel, einen von vielen Touristen genutzten Bootsanleger, verfehlte. Der Sprengsatz detonierte im Fluss. In diesem Fall wurde niemand verletzt.

Die Polizei geht von einem Zusammenhang zwischen beiden Anschlägen aus. Das gehe aus Rückschlüssen auf die Sprengsätze hervor, sagte ein Polizeisprecher. Über den Hintergrund der augenscheinlich auf den Tourismus des Landes zielenden Anschläge kann zurzeit nur gerätselt werden. Unklar ist auch, ob eine Gruppe dahinter steckt.

Der Erawan-Schrein wurde mittlerweile wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. Kleine Händler gingen dort bereits wieder ihren Geschäften nach. Der Schrein ist ein Besuchermagnet im Zentrum Bangkoks.

dpa

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