RWE will den Hambacher Forst zur Erweiterung des benachbarten Braunkohle-Tagebaus weitgehend roden. Foto: Federico Gambarini
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RWE will den Hambacher Forst zur Erweiterung des benachbarten Braunkohle-Tagebaus weitgehend roden. Foto: Federico Gambarini

Brandsätze und Steine

Erneut Angriffe im Hambacher Forst

Hambach (dpa) - Erneut haben bislang unbekannte Täter Fahrzeuge und einen Gerätestützpunkt des Energiekonzerns RWE im Hambacher Forst angegriffen.

Nach Angaben der Polizei warfen mehrere Vermummte in der Nacht auf den 1. Weihnachtsfeiertag Brandsätze und Steine. Auch sei ein Löschfahrzeug der Werksfeuerwehr angegriffen worden. Anschließend flüchtete die Gruppe unerkannt in den Wald. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, vorsätzlicher Brandstiftung und schweren Landfriedensbruchs.

Bereits am Freitag hatte es einen ähnlichen Zwischenfall im Hambacher Forst gegeben. Dabei hatten rund 20 Personen mit Zwillen geschossen und Steine geworfen. Ein RWE-Mitarbeiter war von einem Stein am Kopf getroffen worden.

RWE hatte den Wald nahe Köln zur Erweiterung des benachbarten Braunkohle-Tagebaus weitgehend roden wollen. Umweltschützer und andere Aktivisten wollten das mit einer Besetzung des Areals verhindern. Der Wald wurde von der Polizei geräumt. Vor Gericht unterlag RWE allerdings vorläufig.

Mitteilung der Polizei

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