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Landwirte mit starken Einbußen wegen der Dürre sollen Nothilfen des Bundes bekommen.

Dürre in Deutschland

Ernteschäden „nationalen Ausmaßes“: Bund verspricht Finanzhilfe in dreistelliger Millionenhöhe

Das Bundeskabinett hat sich am Mittwoch mit den Dürre-Schäden in der Landwirtschaft befasst und Finanzhilfen in Millionenhöhe zugesagt.

Update, 13.30 Uhr: Der Bauernverband hat die angekündigten Nothilfen für Betriebe mit schweren Dürreschäden begrüßt. „Das ist ein gutes Signal für alle betroffenen Landwirte“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Mittwoch. Die Länder müssten jetzt ihre Verantwortung und ihren Anteil übernehmen. Hilfen müssten schnell und unbürokratisch umgesetzt werden. Nach Angaben von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) wollen Bund und Länder bis zu 340 Millionen Euro bereitstellen. Schwelle für Betriebe ist, dass mehr als 30 Prozent der durchschnittlichen Jahreserzeugung zerstört sind. Der Verband hatte Hilfen von bis zu einer Milliarden Euro ins Gespräch gebracht.

Update, 12.05 Uhr: Landwirte mit starken Einbußen wegen der Dürre sollen Nothilfen des Bundes bekommen. Angesichts von Ernteschäden „nationalen Ausmaßes“ will der Bund 150 Millionen bis 170 Millionen Euro ergänzend zu Länderprogrammen geben, sagte Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) am Mittwoch in Berlin. Insgesamt soll die Unterstützung mit den Ländern 340 Millionen Euro betragen.

Update, 10.51 Uhr: Angesichts der Dürreschäden für die Landwirtschaft will der Bund einem Medienbericht zufolge für betroffene Landwirte ein Hilfsprogramm in dreistelliger Millionenhöhe auflegen. Die Ernteeinbußen wegen Trockenheit und Hitze würden von der Bundesregierung als "Schadensereignis nationalen Ausmaßes" eingestuft, berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) unter Berufung auf Koalitionskreise. Die von den Ländern an den Bund gemeldete bereinigte Schadenssumme liege "unter einer Milliarde Euro" und werde von dem Hilfsprogramm abgedeckt.

Angesichts der Dürreschäden für die Landwirtschaft will der Bund einem Medienbericht zufolge für betroffene Landwirte ein Hilfsprogramm in dreistelliger Millionenhöhe auflegen.

Geplant sind demnach einerseits direkte Zuschüsse und andererseits Liquiditätsdarlehen. Die Unterstützung soll dabei an Bedürftigkeit und Betroffenheit geknüpft werden. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will die Hilfen des Bundes dem RND-Bericht zufolge daran knüpfen, dass die Länder sich zu 50 Prozent an den Kosten beteiligen. Dazu solle "so schnell wie möglich" eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern geknüpft werden, hieß es demnach in Koalitionskreisen.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren und verwies auf eine für 12.00 Uhr angesetzte Pressekonferenz der Ministerin. Am Mittwochvormittag hatte das Bundeskabinett über mögliche Hilfen für betroffene Landwirte beraten.

Das war die ursprüngliche Meldung:

Berlin - Nach der Sitzung blieb zunächst offen, ob Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) Schäden von „nationalem Ausmaß“ festgestellt hat. Dies ist Voraussetzung für mögliche Bundeshilfen.

Klöckner wollte das Kabinett über die amtliche Erntebilanz informieren. Der Bund kann den zuerst zuständigen Ländern nur beispringen, wenn die Schäden ein „nationales Ausmaß“ erreichen. In die Bewertung sollen auch derzeit höhere Preise für Getreide einbezogen werden. Der Deutsche Bauernverband hat Unterstützung von einer Milliarde Euro gefordert. Zuletzt hatte der Bund 2003 wegen einer Dürre Hilfen gezahlt.

Bundesagrarministerin Klöckner (CDU) will im Kabinett über den amtlichen Erntebericht informieren und entscheiden, ob der Bund erstmals seit 2003 wieder wegen einer Dürre Hilfen leistet. Die Trockenheit und Hitze haben für große Ernteausfälle gesorgt.

Angesichts der starken Trockenheit in vielen Regionen Deutschlands fuhren die Bauern eine deutlich schlechtere Ernte ein. Bei Getreide ergebe sich in diesem Jahr eine Menge von 35,6 Millionen Tonnen und damit ein Minus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte der Deutsche Bauernverband mit. Hinzu kämen Einbußen bei Kartoffeln, Zuckerrüben und vor allem beim Anbau von Tierfutter.

dpa

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