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Syrische Soldaten kämpfen bei Aleppo. Erstmals seit der Belagerung der umkämpften Großstadt sind Nahrungsmittel in die Rebellengebiete dort geliefert worden. Foto: str

Erste Nahrung seit Wochen erreicht Rebellengebiete in Aleppo

Wochenlang waren hunderttausende Menschen im belagerten Aleppo von der Außenwelt abgeschnitten. Jetzt erreichen erstmals wieder Transporter mit Nahrungsmitteln die Rebellengebiete. Aber viel haben die Fahrzeuge nicht geladen.

Damaskus (dpa) - Zum ersten Mal seit einigen Wochen haben Transporter mit Nahrungsmitteln die Rebellengebiete im Osten der syrischen Metropole erreicht.

Der verhältnismäßig kleine Transport am Mittwoch habe vor allem aus frischem Gemüse bestanden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Doch die gelieferten Mengen seien nicht ausreichend für die bis zu 300 000 Menschen, die sich noch im Osten der Stadt aufhalten. Der Transport ist schwierig, weil die Wege in die Rebellenviertel immer wieder unter Beschuss geraten.

Auf einem Video, das ein Fernsehsender der Opposition in Aleppo veröffentlicht hat, ist zu sehen, wie ein kleiner Transporter mit Tomaten ein Stadtviertel im Osten Aleppos erreicht. Junge Männer beeilen sich, die Kisten so schnell wie möglich abzuladen. Aktivisten aus der Stadt berichten, dass die Wege in die Rebellengebiete immer wieder unter Beschuss durch Artillerie und Luftangriffe des syrischen Regimes und ihrer Verbündeten stehen. Am Dienstag hatte die syrische Regierung vermeldet, dass sie die Belagerung, die zuvor von islamistisch geführten Aufständischen gebrochen worden war, wieder hergestellt hätte.

Unterdessen gingen die Angriffe auf die umkämpfte Metropole Aleppo am Mittwoch weiter. Nach Angaben von Aktivisten wurde ein medizinisches Ausbildungszentrum bei Aleppo durch einen Luftangriff getroffen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von mindestens fünf Toten bei einem Angriff "in der Nähe eines medizinischen Instituts".

Hilfsorganisationen warnen vor einer humanitären Katastrophe in Aleppo, die als wichtigstes Schlachtfeld im syrischen Bürgerkrieg gilt. Neben einem Mangel an medizinischer Versorgung gibt es seit Tagen kein fließendes Wasser in der Stadt. UN und EU hatten gefordert, die Kampfhandlungen für 48 Stunden einzustellen, um humanitäre Hilfe leisten zu können.

Ende Juli gelang es Regierungstruppen, nach jahrelangen Kämpfen den Belagerungsring um die noch von Rebellen gehaltenen Stadtteile zu schließen. Am Samstag kämpfte ein islamistisch geführtes Rebellenbündnis von Südwesten kommend einen neuen Korridor frei, der aber weiter unter Beschuss liegt.

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