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Parlamentswahl in Großbritannien.

Nachwahlbefragungen

Erste Prognose: Deutliche Mehrheit für Tories bei Wahl in Großbritannien

Die konservativen Tories des britischen Premierministers Boris Johnson haben die Parlamentswahl am Donnerstag laut vom Meinungsforschungsinstitut Ipsos Mori erhobenen Nachwahlbefragungen mit deutlicher Mehrheit gewonnen.

  • Boris Johnson könnte mit einem Erdrutschsieg Premierminister Großbritanniens bleiben.
  • Für den Brexit dürfte dies dramatische Folgen haben.

Die Partei errang demnach 368 der insgesamt 650 Sitze im Parlament. Die oppositionelle Labour-Partei kam auf 191 Sitze. Eine absolute Mehrheit für Johnsons Tories würde den Weg für einen britischen EU-Austritt Ende Januar freimachen (Mehr hier im Live-Ticker).

Erste belastbare Ergebnisse werden gegen 23.00 Uhr (Ortszeit, 00.00 MEZ) erwartet. Die Auszählung dürfte sich über die Nacht zu Freitag hinziehen.

Den Nachwahlbefragungen zufolge konnten die Tories ihr Ergebnis gegenüber der Wahl im Jahr 2017 deutlich verbessern, als sie unter der damaligen Premierministerin Theresa May auf 317 Sitze kamen. Die Labour-Partei verschlechterte sich demnach deutlich, 2017 kam sie auf 262 Sitze.

Johnson, der im Juli von seiner Vorgängerin Theresa May eine Minderheitsregierung übernommen hatte, hatte vorgezogene Neuwahlen herbeigeführt, um sich im Streit um den EU-Austritt eine Mehrheit im Parlament zu verschaffen. Seine Partei trat im Wahlkampf mit dem Slogan "Get Brexit Done" (Vollzieht den Brexit) an. Sollte Johnson die Mehrheit bekommen, will er noch vor Weihnachten seinen Austritts-Deal mit der EU durchs Parlament bringen und im neuen Jahr mit den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen beginnen. Derzeit ist der - mehrfach verschobene - Brexit für den 31. Januar geplant.

Die Opposition um Labour-Parteichef Jeremy Corbyn hatte hingegen eine erneute Verschiebung des EU-Austritts versprochen: Demnach sollte zunächst eine neue Vereinbarung mit Brüssel verhandelt werden. Zudem versprach Corbyn ein zweites Referendum, in dem die Bevölkerung zwischen dem neuen Abkommen und einem Verbleib in der EU entscheiden solle.

afp

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