+
Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt eröffneten im vergangenen Jahr den Ball mit einem Walzer.

Passendes Motto

Erster Bundespresseball mit Übergangsregierung

Berlin - Der Bundespresseball an diesem Freitag ist der erste, bei dem wegen der langen Koalitionsverhandlungen nur eine Übergangsregierung im Amt ist.

Der diesjährige Bundespresseball ist der erste, bei dem nur eine Übergangsregierung im Amt ist. Die Kanzlerin und die Minister führen ihre Geschäfte derzeit nur kommissarisch. In früheren Jahren mit einer Bundestagswahl war die Regierungsbildung immer vor dem Ball abgeschlossen. 2005 - bei der Bildung der vergangenen großen Koalition - wurden die neuen Minister nur wenige Tage vorher vereidigt.

Passendes Motto

Passend zur noch fehlenden neuen Regierung ist nach Meinung der Veranstalter daher das diesjährige Motto: „Visionen“.

Gästeliste: Wer kommt, wer zuhause bleibt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) meidet den Ball wie üblich, wie die Organisatoren mitteilten. Erwartet werden aber Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) - und die scheidenden FDP-Minister Daniel Bahr und Dirk Niebel.

Eröffnet wird der 62. Bundespresseball am Freitagabend im Berliner Hotel Intercontinental von Bundespräsident Joachim Gauck, der den traditionellen Walzer tanzt.

Unter den prominenten Gästen aus der Politik werden der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier, die Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir, Simone Peter und Katja Kipping von der Linkspartei. Dazu Ministerpräsidenten, Landesminister und Bundestagsabgeordnete.

Bilder vom vergangenen Bundespresseball

Diese Politiker und VIPs tanzten trotz Krise

Die Presse ist durch Chefredakteure, Geschäftsführer und die Hauptstadtreporter vertreten, die Wirtschaft und die Verbände entsenden Manager und Lobbyisten. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte wegen einer anderen Veranstaltung ab.

Dazu kommen die Tänzerin und Regisseurin Sasha Waltz und die italienische Schauspielerin Ornella Muti, die für die Wohltätigkeitsveranstaltung Cinema for Peace wirbt und an der Tafel des Bundespräsidenten sitzt. Als Menü im Ballsaal wird Rinderfilet, Seeteufel und Bio-Huhn serviert. Kurz nach Mitternacht tritt die italienische Rockmusikerin Gianna Nannini auf.

Tausende Liter Bier, Wein und Schampus

Ansonsten präsentiert der Ball für die mehr als 2000 Gäste in Smokings und Abendkleidern diverse Bühnen, ein langes Austernbuffet, Show-Küchen und Bars mit mehreren tausend Litern Bier, Wein, Sekt und Champagner. Um Mitternacht gibt es erst die übliche Tombola, dann Currywurst und Disco bis zum Morgen. Knapp 400 Kellner und 140 Köche sind im Einsatz.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ein Novum? ARD-Journalist fordert offen Angela Merkels Rücktritt
Im Asyl-Streit kämpft Angela Merkel auch um ihre politische Karriere. Ein Journalist der ARD hat nun eindeutig Stellung bezogen - mit einem bemerkenswerten Argument.
Ein Novum? ARD-Journalist fordert offen Angela Merkels Rücktritt
Politiker schlägt im Asylstreit Alarm: „Merkel kann Seehofer nicht im Amt lassen“
Horst Seehofer und Angela Merkel liefern sich einen erbitterten Asyl-Streit. Am Sonntag muss die Kanzlerin beim Mini-Gipfel der EU liefern - anderenfalls dürfte sich der …
Politiker schlägt im Asylstreit Alarm: „Merkel kann Seehofer nicht im Amt lassen“
Ex-Leibwächter von Bin Laden soll abgeschoben werden
Zeitweise soll Sami A. Leibgardist Osama bin Ladens gewesen sein. Seit 2005 lebt er in Bochum. Immer noch gilt er den Behörden als Gefährder. Jetzt soll er abgeschoben …
Ex-Leibwächter von Bin Laden soll abgeschoben werden
Türkei-Wahl in Deutschland: Diese Stadt ist Erdogan-Hochburg - Anhänger riefen "Allahu Akbar"
Die Türkei wählte am Sonntag ihr neues Parlament und den neuen Präsidenten. Recep Tayyip Erdogan erklärte sich am Abend selbst zum Sieger. Alle News im Ticker zum …
Türkei-Wahl in Deutschland: Diese Stadt ist Erdogan-Hochburg - Anhänger riefen "Allahu Akbar"

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.