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Seehofer umringt von Journalisten am Platz vor dem Tor des Himmlischen Friedens.

Erster Termin endet vorzeitig

Chinesische Polizei vertreibt Seehofer

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Peking - Mit Turbulenzen hat die China-Reise von Horst Seehofer begonnen. Die Polizei in Peking verwies den Ministerpräsidenten und seine Delegation sehr energisch des Platzes vor dem Tor des Himmlischen Friedens und ging gegen Journalisten vor.

Der erste Termin des Bayern nach der Landung in China endete damit vorzeitig.

Seehofer wollte mit seinem Tross, darunter drei Kamerateams, das Tor mitsamt Mao-Porträt besichtigen. Als der Ministerpräsident vor den Kameras ein paar Sätze sagen wollte, griff die chinesische Polizei ein: Mit lauten "No, no" und "Stop"-Rufen forderte ein halbes Dutzend herbeieilender Polizisten ein sofortiges Ende von Seehofers Auftritt. Als er und die Journalisten nicht Folge leisteten, kassierten die Polizisten den Pass eines Kameramanns ein.

Vertreter der Deutschen Botschaft versuchten eilig zu vermitteln. Seehofer rief seine Delegation dann dazu auf, das Gelände zu verlassen. "Gehen wir", dann lege sich die Aufregung, ohne dass es zu Festnahmen komme. Tatsächlich gaben die Polizisten den Pass nach wenigen Minuten wieder frei. Seehofer nahm die Szene gelassen. Zu den mitreisenden Journalisten scherzte er: "Da sehr ihr, wie gut ihr es in München habt." Sein TV-Statement gab er wenige hundert Meter weiter.

Seehofer reist bis Montag durch China. Höhepunkt seines Besuchs ist ein Treffen mit Regierungschef Li.

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