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Ein Recce Tornado startet im Rahmen des Einsatzes Counter DAESH zum ersten Einsatzflug in Incirlik am 08.01.2016.

Aufklärung in Syrien

„Tornados“ landen sicher nach erstem Einsatz gegen IS

Istanbul - Der Einsatz ist gefährlich, der Auftakt verlief ohne Probleme: Deutsche „Tornados“ haben Stellungen der Terrormiliz IS in Syrien und dem Irak aufgeklärt. „Auftrag ausgeführt“, meldet die Bundeswehr.

„Tornado“-Aufklärungsjets der Bundeswehr haben ihren ersten Einsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und dem Irak erfolgreich beendet. Die beiden Flugzeuge seien am Freitag ohne Zwischenfälle wieder sicher auf der Nato-Luftwaffenbasis Incirlik in der Türkei gelandet, sagte ein Bundeswehr-Sprecher. „Sie haben ihren Auftrag ausgeführt.“ Die Ziele, die die internationale Koalition gegen den IS vorgegeben habe, seien aufgeklärt worden.

Seit vergangenem Dienstag sind vier „Tornado“-Aufklärungsjets in Incirlik, jeweils zwei vom schleswig-holsteinischen Fliegerhorst Jagel und vom Fliegerhorst Büchel in der Eifel. In der Anfangsphase ist täglich ein Flug von Incirlik aus mit zwei „Tornados“ geplant. Diese Frequenz kann sich erhöhen, wenn Mitte des Monats alle sechs zugesagten deutschen „Tornados“ in Incirlik sind.

Der Bundestag hatte den Syrien-Einsatz mit maximal 1200 Soldaten als Konsequenz aus den Terroranschlägen von Paris am 13. November mit 130 Todesopfern beschlossen. Zu den Bluttaten hatte sich der IS bekannt.

Die „Tornados“ dienen der Aufklärung; sie bombardieren die IS-Stellungen also nicht selbst. Ihr Einsatzraum ist nach Bundeswehr-Angaben Syrien und der Irak. Luftangriffe auf den IS fliegen unter anderem US-amerikanische Flugzeuge. Russische Jets fliegen Angriffe unabhängig von der internationalen Allianz.

Bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition auf den IS kamen am Donnerstag im Norden Syriens nach Angaben von Aktivsten acht Kinder und drei Frauen ums Leben. Das Bündnis habe das Dorf Hasima nördlich der Extremisten-Hochburg Al-Rakka bombardiert, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag. Dort gebe es Kämpfe zwischen dem IS und Kräften, die von den syrischen Kurden geführt werden. Diese wollen auf Al-Rakka vorrücken.

Deutschland unterstützt mit dem „Tornado“-Einsatz die internationale Militärkoalition gegen den IS. Die sunnitischen Dschihadisten beherrschen im Irak und Syrien weite Landstriche, wo sie ein Kalifat ausgerufen haben.

Der Einsatz gilt als eine der heikelsten Missionen in der Geschichte der Bundeswehr. Das Mandat gilt bis Ende 2016. Teil des deutschen Beitrags ist auch ein Tankflugzeug und eine Fregatte, die einen französischen Flugzeugträger sichert. Alleine in Incirlik sind inzwischen knapp 200 deutsche Soldaten im Einsatz. Die Bundeswehr engagiert sich auch im Nordirak im Kampf gegen den IS. Dort bilden Bundeswehr-Soldaten Militäreinheiten der irakischen Kurden, der Peschmerga, aus.

Im Nordirak griffen IS-Kämpfer am Donnerstagabend ein Peschmerga-Camp mit türkischen Militärausbildern an. Die türkische Nachrichtenagentur DHA meldete am Freitag, 17 IS-Kämpfer seien bei den Gefechten am Lager in Baschika nahe Mossul getötet worden. Türkische Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen.

dpa

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