+
Bekommt einen Gegenkandidaten aus der eigenen Partei: Donald Trump, Präsident der USA. Foto: Susan Walsh/AP

Konkurrenz aus eigener Partei

Erster Republikaner will 2020 gegen Trump antreten

Bisher schien Donald Trump die Republikanische Partei fest im Griff zu haben. Doch jetzt wagt sich der erste innerparteiliche Konkurrent aus der Deckung.

Washington (dpa) - Der frühere Gouverneur des US-Bundesstaats Massachusetts, Bill Weld, will Präsident Donald Trump die Kandidatur der Republikaner bei der Wahl 2020 streitig machen.

Weld erklärte am Montag (Ortszeit) im Sender CNN, er werde sich um die Kandidatur seiner Partei für die Präsidentschaftswahl im November kommenden Jahres bewerben. Der 73-Jährige ist der erste Republikaner, der Trump herausfordert. Welds Chancen dürften schlecht stehen: Nach Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Gallup genießt Trump unter Anhängern der Republikaner seit Monaten Zustimmungswerte um die 90 Prozent.

Weld sagte am Montag, es wäre eine "politische Tragödie", wenn Trump 2020 wiedergewählt und weitere vier Jahre im Amt bleiben würde. "Ich hätte Angst um die Republik." Der Ex-Gouverneur warf dem Präsidenten unter anderem vor, die Rechtsstaatlichkeit zu verhöhnen.

Weld hatte Trump kürzlich in einem Interview der Zeitschrift "Rolling Stone" "bösartigen Narzissmus" attestiert. Weld hatte sich 2016 an der Seite des Präsidentschaftskandidaten der kleinen Libertären Partei, Gary Johnson, um die Vizepräsidentschaft beworben. Erst im Februar war Weld wieder zu den Republikanern zurückgekehrt.

Während das Feld der republikanischen Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur dünn ist, haben bei den Demokraten bereits 18 Anwärter ihren Hut in den Ring geworfen. Dazu gehören die Senatorinnen Elizabeth Warren, Kamala Harris und Amy Klobuchar sowie der Ex-Kongressabgeordnete Beto O'Rourke, der im vergangenen Jahr im Rennen um einen Senatssitz viel Schlagzeilen gemacht hatte.

Auch der unabhängige Senator Bernie Sanders, der bereits 2016 bei den demokratischen Vorwahlen angetreten und damals Hillary Clinton unterlegen war, will einen weiteren Versuch starten. Weitere Namen sind im Gespräch. Unter anderem wird über eine Kandidatur des früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden spekuliert.

Weld bei CNN

Gallup zu Trumps Zustimmungswerten

Interview bei Rolling Stone

Welds Wahlseite

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Europawahl 2019: Wie sieht der Wahlzettel aus? Und wie ist er auszufüllen?
Im Mai wird das neue Europaparlament gewählt. Wir erklären, wie der Stimmzettel in den einzelnen Bundesländern aussieht und wie man ihn ausfüllt.
Europawahl 2019: Wie sieht der Wahlzettel aus? Und wie ist er auszufüllen?
Beben in Großbritannien: May will Rücktritt bekannt geben
Nicht der Tag der britischen Europawahl wird offenbar zu einem Schicksalstag für Premierministerin Theresa May. Die Pläne für ihren Abgang werden konkreter.
Beben in Großbritannien: May will Rücktritt bekannt geben
Den Europawahl-Auftakt geben Briten und Niederländer
Der Startschuss ist gefallen für die "größte grenzüberschreitende Wahl auf dem Planeten", wie die EU-Kommission sagt. In den ersten beiden Ländern sind die Wahllokale …
Den Europawahl-Auftakt geben Briten und Niederländer
Europawahl am Samstag: Urnengang in Osteuropa im Zeichen der Polit-Skandale
Die Osteuropa-Staaten Tschechien und Slowakei leiden unter mehreren Polit-Skandalen. In Lettland sorgt ein AfD-Bundestagsabgeordneter für Unruhe. Gibt es bei der …
Europawahl am Samstag: Urnengang in Osteuropa im Zeichen der Polit-Skandale

Kommentare