Krim-Krise

Erstes Gespräch zwischen Russland und Ukraine

Moskau - Inmitten des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland um die Krim sind am Samstag überraschend Vertreter beider Länder zusammengekommen.

Krim: Warnschüsse auf OSZE-Beobachter

In Moskau sprach Vizeaußenminister Grigori Karassin mit dem ukrainischen Botschafter Wolodymyr Jeltschenko, wie das russische Außenministerium mitteilte. Bei der Zusammenkunft seien "in offener Atmosphäre Fragen der russisch-ukrainischen Beziehungen" besprochen worden.

Nach dem politischen Umsturz in Kiew hatten Ende Februar prorussische Bürgerwehren sowie mutmaßlich russische Soldaten die Kontrolle über die ukrainische Halbinsel Krim übernommen. Das dortige Parlament rief Russlands Staatschef Wladimir Putin auf, die Halbinsel in die Russische Föderation aufzunehmen, und setzte ein Referendum für Sonntag kommender Woche an. Am Freitag sagte das russische Parlament seine Unterstützung zu.

Die ukrainische Übergangsregierung und der Westen wenden sich entschieden gegen eine Abspaltung der Krim und halten das vom Krim-Parlament angesetzte Referendum für unrechtmäßig. Wegen der Entsendung russischer Truppen auf die Halbinsel hatten die USA Einreiseverbote gegen russische und ukrainische Vertreter verhängt und Vermögen eingefroren. Auch die Europäische Union beschloss erste Sanktionen.

Die wichtigsten Akteure der Krim-Krise

Die wichtigsten Akteure der Krim-Krise

Die polnische Regierung evakuierte am Samstag das Konsulat des Landes in Sewastopol auf der Krim. Grund seien "die von den bewaffneten russischen Kräften ausgelösten Spannungen", schrieb Außenminister Radoslaw Sikorski im Onlinekurzbotschaftendienst Twitter. "Alle Mitarbeiter unseres Konsulats wurden weggebracht, sie befinden sich derzeit allesamt in Sicherheit", hieß es dort weiter.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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