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Münchner Erzbischof Marx hat Corona - Trotz zweifacher Impfung

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Trotz einer vollständigen Impfung hat sich Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx mit dem Coronavirus infiziert. Präsenztermine wurden abgesagt.

München - Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx hat sich trotz einer vollständigen Impfung mit Corona infiziert. Er habe leichte Symptome und befinde sich in häuslicher Isolation, teilte das erzbischöfliche Ordinariat am Montag in München mit. Präsenztermine habe der 68-Jährige abgesagt.

Der Erzbischof von München und Freising wollte diese Woche unter anderem im Rahmen der Bundestagung der Caritas-Konferenzen Deutschlands einen Gottesdienst feiern. Bei der traditionellen Jugendkorbinianswallfahrt am Samstag war ein Pontifikalamt im Freisinger Mariendom mit dem 68-Jährigen geplant.

Missbrauchsfälle in der Kirche: Kardinal Marx fordert Aufarbeitung

Marx war im Jahr 2021 stark gefordert: Vor einigen Monaten hatte er vor dem Hintergrund des Skandals um tausendfachen sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche seinen Rücktritt angeboten. Der Rücktrittsbrief vom 21. Mai wurde allerdings von Papst Franziskus abgelehnt. Sein Amt nutzt Kardinal Marx dazu, Fälle von Gewalt in katholischen Kinderheimen aufzuarbeiten.

„Können wir uns vorstellen, dass Jesus Kinder geprügelt hat? Wohl kaum! Und doch ist es auch in unseren Einrichtungen geschehen“, sagte er und verurteilte Missbrauchsfälle in der Kirche. Die Aufarbeitung dieser Vorfälle könne man nicht einfach beiseiteschieben. (dpa)

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