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Es kommen zunehmend mehr Flüchtlinge in die Europäische Union. Auf eine Verteilung konnten sich die Länder bisher nicht einigen. 

"Ähnlich wie beim Euro"

EU-Asylpolitik als freiwilliges System

Hamburg - Die Chancen für eine gemeinsame Asylpolitik in der Europäischen Union stehen schlecht. Vizepräsident des Europaparlaments Lambsdorff schlägt ein freiwilliges System zur Verteilung der Flüchtlinge vor. 

Der Vizepräsident des Europaparlaments, Alexander Graf Lambsdorff (FDP), sieht derzeit kaum Chancen für eine gemeinsame Asylpolitik in der Europäischen Union. Es gebe in der Europäischen Union zwar einheitliche Standards für die Aufnahme von Flüchtlingen, diese funktionierten aber in der Praxis nicht, sagte Lambsdorff am Dienstag dem Sender NDR Info. "Großbritannien, aber auch die baltischen Staaten und einige Nachbarn in Mittelosteuropa drücken sich einfach vor der gesamteuropäischen Solidarität", ergänzte er.

Asylpolitik in der Europäischen Union: "Ähnlich wie bei Schengen"

Der FDP-Politiker forderte deshalb, dass die Staaten, die zur Zusammenarbeit bereit seien, in der Europäischen Union vorangingen. "Ähnlich wie man das bei Schengen gemacht hat, ähnlich wie man das beim Euro gemacht hat", sagte Lambsdorff. Diese Länder sollten ein freiwilliges System zur Verteilung von Flüchtlingen aufbauen, dem sich andere EU-Länder anschließen könnten.

afp

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