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Rund 49.000 Menschen wurden seit 2015 aus Seenot auf dem Mittelmeer gerettet

„Sophia“

EU-Einsatz gegen Schlepperbanden und zur Seenotrettung im Mittelmeer

Seit drei Jahren geht die EU auf dem Mittelmeer hart gegen Schlepper vor und rettet Flüchtlinge. Nun zieht die EU Bilanz aus ihrem Einsatz.

Seit Juni 2015 ist der EU-Einsatz "Sophia" mit Schiffen, Flugzeugen und Hubschraubern im Mittelmeer zwischen Italien und Libyen im Einsatz. Er war ins Leben gerufen worden, nachdem 700 Flüchtlinge bei einem Schiffsunglück vor der libyschen Küste ums Leben kamen. In den vergangenen drei Jahren wurden 49.000 Menschen aus Seenot gerettet.

Hauptaufgabe des offiziell EU NavForMed "Sophia" genannten Einsatzes ist allerdings die Bekämpfung von Schlepperbanden, die Flüchtlinge auf die lebensgefährliche Reise über das Mittelmeer schicken. "Sophia" kann verdächtige Boote notfalls auch mit Waffengewalt stoppen, durchsuchen und beschlagnahmen. 140 mutmaßliche Schleuser wurden bisher festgenommen.

Seit Juni 2016 geht der Marineeinsatz auch gegen Waffenschmuggel vor und bildet Personal für die libysche Küstenwache aus. Ein Jahr später kam die Überwachung gegen illegale Ölexporte aus Libyen hinzu.

An der Mission beteiligen sich 26 EU-Staaten. Derzeit sind sechs Marine-Schiffe, drei Flugzeuge und zwei Hubschrauber im Einsatz. Die Bundeswehr war von Anfang an beteiligt. Seit Mai nimmt das deutsche Unterstützungsschiff "Mosel" mit rund 100 Soldaten an Bord teil.

Die Führung des "Sophia"-Einsatzes hat der italienische Konteradmiral Enrico Credendino, der Einsatz wird von Rom aus geleitet. Das aktuelle Mandat der Mission läuft noch bis zum 31. Dezember 2018.

Den Beinamen "Sophia" bekam der Einsatz, nachdem am 24. August 2015 auf der deutschen Fregatte "Schleswig-Holstein" ein Mädchen geboren wurde. Die somalische Mutter war vor der Küste Libyens aus einem Flüchtlingsboot gerettet worden.

AFP

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