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Flüchtlinge sollen ab Montag von den Ägäis-Inseln wieder in die Türkei zurückgeschickt werden.

Abschiebungen in die Türkei

EU-Flüchtlingspakt: 500 Menschen sollen am Montag zurückgeschickt werden

Ankara - Der EU-Flüchtlingspakt mit der Türkei soll ab Montag anlaufen. Es wurden bereits Vorkehrungen getroffen, um 500 Flüchtlinge von den Ägäis-Inseln in die Türkei abzuschieben. Menschenrechtsgruppen sind weiterhin kritisch.

Die Umsetzung des EU-Flüchtlingspaktes mit der Türkei soll wie geplant am Montag starten: Griechenland bereite für den 4. April die Abschiebung der ersten 500 Flüchtlinge von den Ägäis-Inseln in die Türkei vor, verlautete am Donnerstag aus Kreisen der EU-Kommission.

Das am 18. März geschlossene Abkommen mit Ankara sieht vor, dass alle Flüchtlinge, die seit dem 20. März in Griechenland angekommen sind, in die Türkei zurückgeschickt werden. Im Gegenzug sollen die EU-Länder für jeden zurückgeschickten Syrer einen Syrer aus den Flüchtlingslagern in der Türkei auf legalem Wege aufnehmen.

Menschenrechtsgruppen haben ihre Zusammenarbeit mit Athen eingeschränkt

Der Pakt soll dem Geschäft von Schlepperbanden den Boden entziehen. Die griechischen Behörden verzeichneten schon einen deutlichen Rückgang. So war am Donnerstag nach Unterzeichnung des umstrittenen "Deals" erstmals kein einziger neuer Flüchtling registriert worden.

Menschenrechtsgruppen begleiten das Vorhaben weiter mit Kritik und haben ihre Zusammenarbeit mit Athen eingeschränkt - insbesondere, weil alle seit dem 20. März eingetroffenen Flüchtlinge gegen ihren Willen bis zu ihrer Abschiebung auf den Inseln festgehalten werden.

afp

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