+
Empört sich über Äußerungen aus Großbritanien: EU-Ratspräsident Tusk

 "Absurde Äußerungen"

EU-Ratspräsident Tusk verurteilt Johnsons Hitler-Vergleich

Kopenhagen - Nach dem Hitler-Vergleich erntet „Brexit“-Befürworter Boris Johnson harsche Kritik von EU-Ratspräsident Donald Tusk. Eine Grenze sei überschritten, findet der.

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat den Vergleich des Londoner Ex-Bürgermeisters Boris Johnson zwischen Hitler und der Europäischen Union scharf kritisiert. Dessen Aussage, die EU ziele wie der Diktator auf die Schaffung eines Superstaates, demonstriere „politische Amnesie“, sagte Tusk am Dienstag in Dänemark. 

Solche absurden Äußerungen gehörten ignoriert, kämen sie nicht von einem der einflussreichsten Politiker der britischen Regierungspartei. „Boris Johnson hat die Grenzen überschritten“, sagte Tusk nach Gesprächen mit Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen.

Der konservative „Brexit“-Befürworter Johnson hatte sich am Wochenende in einem „Sunday Telegraph“-Interview geäußert. Die Briten stimmen am 23. Juni in einem Referendum darüber ab, ob sie wollen, dass Großbritannien in der EU bleibt. Tusk appellierte für den Zusammenhalt: „Die einzige Alternative zur Union ist das politische Chaos, die Rückkehr nationaler Egoismen und in der Folge der Triumph anti-demokratischer Tendenzen.“

Knapp sechs Wochen vor dem historischen Brexit-Referendum ist der Kampf zwischen EU-Gegnern und -Befürwortern in Großbritannien damit voll entbrannt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Niedersachsen: SPD und CDU unterzeichnen Koalitionsvertrag
Jamaika in Berlin ist gescheitert - aber die Koalition in Niedersachsen steht. SPD und CDU wollen nun die Koalitionsvereinbarung unterzeichnen.
Niedersachsen: SPD und CDU unterzeichnen Koalitionsvertrag
Jamaika-Aus: Lindner rechtfertigt Entscheidung und teilt gegen CDU aus
Die FDP hat einer Jamaika-Koalition den Todesstoß verpasst. Die Parteien machen sich gegenseitig schwere Vorwürfe. Angela Merkel würde im Falle von Neuwahlen erneut …
Jamaika-Aus: Lindner rechtfertigt Entscheidung und teilt gegen CDU aus
USA schicken fast 60.000 Flüchtlinge aus Haiti zurück
Washington (dpa) - Die USA schicken rund 59.000 Erdbeben-Flüchtlinge aus Haiti in ihre Heimat zurück. Die Menschen mit vorübergehendem Aufenthaltsstatus hätten 18 Monate …
USA schicken fast 60.000 Flüchtlinge aus Haiti zurück
Die ratlose Republik: Wir beantworten die 11 wichtigsten Fragen
Wann würden eigentlich mögliche Neuwahlen stattfinden? Nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen gibt es viele offene Fragen. Hier geben wir Ihnen einen Überblick.
Die ratlose Republik: Wir beantworten die 11 wichtigsten Fragen

Kommentare